Exportrisikoversicherung schreibt Jahresverlust

31. März 2021 14:43

Bern - Die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) des Bundes mindert die Risiken für die heimische Exportindustrie. Im Geschäftsjahr 2020 hat die SERV dabei Verluste geschrieben. Ihr Handlungsspielraum wird jedoch von einer hohen Ausgleichsreserve gesichert.

Die öffentlich-rechtliche Schweizerische Exportrisikoversicherung soll den Exportunternehmen des Landes Schutz vor Zahlungsausfall bieten und die Finanzierung von Exporten erleichtern, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Er hat an seiner Sitzung am 31. März den Geschäftsbericht 2020 der SERV genehmigt. Im Berichtsjahr hat die SERV einen Betriebsverlust von 81,5 Millionen Franken verbucht. Im Vorjahr war hingegen ein Betriebsgewinn von 55,4 Millionen Franken angefallen.

Im vergangenen Jahr habe die SERV ihre Prämienerträge gegenüber 2019 auf 89,9 Millionen Franken steigern können, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Gleichzeitig sei aber ein aussergewöhnlich hoher Schadensaufwand angefallen. Als besonders starke Belastung wird in der Mitteilung der Zahlungsausfall von Sambia mit Kosten von 85,6 Millionen Franken angeführt. Insgesamt betrug der Versicherungsaufwand der SERV im Berichtsjahr 156,0 Millionen Franken.

Für die Zukunft sieht sich die SERV dennoch gut gerüstet. Das Eigenkapital habe zum Stichtag am Jahresende 2,74 Milliarden Franken betragen, informiert der Bundesrat. Davon stehen 1,31 Milliarden Franken als Ausgleichsreserve für unerwartet hohe Schäden zur Verfügung. Durch eine vom Bundesrat vorgenommene Anpassung der Messgrösse für die SERV-Verpflichtungen sei der Spielraum der SERV zudem um 700 Millionen Franken erweitert worden, erläutert der Bundesrat. hs

 

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