Exporteure fordern bessere Rahmenbedingungen

10. Mai 2021 10:59

Bern - Vertreter der Schweizer Exportindustrie haben sich mit Bundespräsident Guy Parmelin beim vierten Runden Tisch der Exportwirtschaft über die derzeitigen Herausforderungen ausgetauscht. Zentrales Thema waren bessere Rahmenbedingungen für den Handel mit Impfstoffen gegen das Coronavirus.

Beim vierten Runden Tisch der Exportwirtschaft haben sich Bundespräsident Guy Parmelin sowie Branchenvertreter über aktuelle Herausforderungen und Chancen der stark exportorientierten Schweizer Wirtschaft ausgetauscht. Zwar sei derzeit ein Aufschwung aufgrund einer wieder steigenden weltweiten Nachfrage festzustellen, dennoch gebe es Unsicherheiten bei den Unternehmen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Die Teilnehmer betonten, wie wichtig ihnen offene Märkte seien, insbesondere hinsichtlich der Herstellung und der Verteilung von Impfstoffen gegen COVID-19. Die Exporteure seien auf gute Rahmenbedingungen wie niedrige Handelshemmnisse und Zölle sowie eine funktionierende Logistik angewiesen. Das Bundesamt für Gesundheit informierte über die Impfstrategie des Bundes sowie die internationale Koordination der Corona-Pandemie.

Auch die Volksabstimmung vom 7. März über das Wirtschaftsabkommen mit Indonesien war Thema. Aus dem positiven, aber knappen Ergebnis des Entscheids müssten die richtigen Lehren gezogen werden, waren sich die Teilnehmenden einig. So wollen sie sich weiter für die Vereinbarkeit von Handel und nachhaltiger Entwicklung einsetzen und über die Bedeutung und Funktionsweise solcher Abkommen offen kommunizieren, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Dadurch sollen solche Abkommen auch in Zukunft mehrheitsfähig bleiben.

Weitere Themen waren das institutionelle Rahmenabkommen mit der EU, ein besserer Zugang zu ausländischen Infrastrukturprojekten, die Regulierungsbremse und eine Entlastung der Unternehmen. 

Am vierten Runden Tisch mit dem Bundespräsidenten nahmen Vertreterinnen und Vertreter von 22 Wirtschaftsverbänden und Handelskammern, des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), des Bundesamtes für Gesundheit, von Switzerland Global Enterprise (S-GE) sowie der Schweizerischen Exportrisikoversicherung (SERV) virtuell teil. ko

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