Exporte geben Aargauer Konjunkturbarometer Auftrieb

12. Januar 2021 15:02

Aarau - Der Aargauer Konjunkturbarometer ist Ende Jahr auf den höchsten Stand seit April 2020 gestiegen. Die positive Entwicklung geht auf Exporte sowie Finanzmärkte zurück. Für 2021 wird in der Schweiz mit einem Wachstum von 3,5 Prozent gerechnet.

Der von der Aargauischen Kantonalbank (AKB) und Aargau Services Standortförderung erstellte Aargauer Konjunkturbarometer stieg Ende Jahr auf den höchsten Stand seit April 2020. Damals war der Indikator unter 50 Punkte gefallen. Zum Jahreswechsel steht er wieder bei 84,4 Punkten. Das ist 3,4 Prozent höher als vor einem Monat, heisst es in der von der AKB veröffentlichten Mitteilung.

Zum Auftrieb beigetragen haben laut der Expertenmeinung zum einen die Exporte, deren Entwicklung lange Zeit sehr volatil war. Zum anderen haben sich die Finanzmärkte sehr stark gezeigt. Die Aktienmärkte florieren weiterhin und haben, so der Konjunkturbarometer, mittlerweile beängstigend hohe Niveaus erreicht.

Der schweizerische Aussenhandel (wertmässige Importe und Exporte) hat sich erholt und blieb im November nur noch rund 1 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Zudem sei der Einkaufsmanager Index (PMI) für die Schweizer Industrie von procure.ch und Credit Suisse im  Dezember um 2,7 Punkte gestiegen und liegt mit 58 Zählern nun deutlich oberhalb der Wachstumsschwelle (50 Punkte). Auch habe der Personalbestand des verarbeitenden Gewerbes nicht weiter abgenommen. Beim Auftragsbestand allerdings wurde ein Minus von 3 Prozent verzeichnet.

Schwach ist noch immer die Konsumlust. Insgesamt notierte im Dezember Das Konsumentenvertrauen der Aargauerinnen und Aargauer lag im Dezember rund 21 Prozent unter dem Vorjahr und damit nahe am Schweizer Durchschnitt. Beim Autoabsatz sieht es leicht nach Erholung aus. Der Absatz stieg im Dezember gegenüber dem Vormonat gesamtschweizerisch und saisonbereinigt um 8,5 Prozent, nach 10,4 Prozent Plus im November. Insgesamt sind 2020 allerdings nur 236'828 neue Personenwagen auf die Strassen gekommen, rund 24 Prozent weniger als im Vorjahr.

Aargauische Kantonalbank und Aargau Services Standortförderung geben auch den gesamtschweizerischen Swiss Index heraus. Dieser gewann im November 2,2  Prozent und beträgt jetzt 84,7 Punkte, deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 100 Punkten. Für 2021 rechnen die Analysten mit einer Zunahme des Bruttoinlandprodukts in der Schweiz von 3,5 Prozent. gba 

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