Exporte erleiden Dämpfer

19. September 2019 12:14

Bern - Nach einem Rückgang im Juli haben die schweizerischen Exporte im August einen weiteren kräftigen Dämpfer erlitten. Die Importe legten nach einem Rückgang Juli im August hingegen deutlich zu. Der Handelsbilanzüberschuss schrumpfte auf knapp 1,2 Milliarden Franken.

Den Erhebungen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zufolge hat die Schweiz im August Waren im Wert von 18,73 Milliarden Franken exportiert. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem nominalen Rückgang um 4,3 Prozent. Die Importe stiegen im selben Zeitraum um 3,4 Prozent auf 17,58 Milliarden Franken an. Die Handelsbilanz schloss mit einem gegenüber dem Juli um 1,43 Milliarden Franken geschrumpften Überschuss von 1,15 Milliarden Franken.

Nach dem zweiten Dämpfer in Folge hätten die Exporte im August ihren tiefsten Stand seit Anfang Jahr verzeichnet, schreibt die EZV. Ihre Analysten machen für den Rückgang insbesondere die Ausfuhren der umsatzstärksten Sparte chemisch-pharmazeutische Produkte verantwortlich. Aber auch die Exporte der zweitstärksten Sparte Maschinen und Elektronik lagen im August deutlich unter dem Wert vom Juli. Regional gesehen gingen die Exporte nach Europa mit einem Minus von 6,5 Prozent gegenüber Juli am stärksten zurück. Die Ausfuhren nach Nordamerika und Asien liessen um 1,9 beziehungsweise 1,8 Prozent nach.

Die Importe hätten mit dem Anstieg im August hingegen wieder ihren Stand zu Jahresbeginn erreicht, schreibt die EZV. Im Importbereich machen ihre Analysten seit Jahresbeginn insgesamt eine Tendenz zur Stagnation aus. Für den Anstieg im August zeichneten dabei insbesondere höhere Einfuhren von Bijouterie und Juwelierwaren sowie von Medikamenten verantwortlich. Die Importe von pharmazeutischen Wirkstoffen aber auch die Einfuhren von Metallen, Maschinen und Elektronik fielen im Vergleich zum Juli hingegen schwächer aus. hs

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