Experten rechnen mit sinkenden Immobilienpreisen

28. September 2017 11:12

Zürich - Anleger rechnen mit stagnierenden oder zurückgehenden Preisen am Schweizer Immobilienmarkt. Lediglich in zentralen Lagen könnten die Preise weiterhin steigen. Dies ergab die jährliche Befragung der Unternehmensberatung KPMG.

Für den erstmals 2012 erhobenen Swiss Real Estate Sentiment Index (SRESI) werden Investoren und Bewerter am Schweizer Anlageimmobilienmarkt befragt, erläutert KPMG in einer Mitteilung. Den Ergebnissen des diesjährigen SRESI zufolge gehen fast die Hälfte der Befragten in den nächsten zwölf Monaten von stagnierenden Preisen auf dem Immobilienmarkt aus. Etwa ein Viertel erwartet eine rückläufige Preisentwicklung. 

Die Experten prognostizieren unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Segmenten des Marktes. Bei peripheren Lagen wird mit einem deutlichen, bei Immobilien in Mittelzentren mit einem leichten Preisrückgang gerechnet. Der Preiserwartungsindex für zentrale Lagen sackte dagegen im Vergleich zum Vorjahr zwar um 18,5 Punkte ab, signalisiert mit einem Stand von 65,5 Punkten jedoch insgesamt steigende Preise. Nach Wirtschaftszentren aufgeschlüsselt gehen die Befragten bei sechs der acht Schweizer Wirtschaftszentren weiterhin von steigenden Immobilienpreisen aus. Für Lugano und St.Gallen werden dagegen fallende Preise antizipiert. 

Bei den Wohnimmobilien rechnen 46 Prozent der Befragten mit weiterhin zunehmenden Preisen auch in den kommenden zwölf Monaten. Der Preiserwartungsindex verblieb mit 36 Punkten entsprechend im positiven Bereich, lag allerdings um 34,8 Punkte tiefer als im Vorjahr. Bei den Verkaufsimmobilien wurde dagegen ein Rückgang um 11,1 auf minus 111,7 Punkte verzeichnet. Hier schlagen sich nach Angaben von KMPG die rückläufigen Umsatzzahlen im stationären Handel auf die Einschätzungen der Befragten nieder. hs

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