ExoLabs gewinnt EU-Förderung

07. Juli 2020 10:10

Zürich - ExoLabs ist einer von 15 Gewinnern des Parsec Accelerators der EU. Für sein Schneeüberwachungs- und Vorhersagesystem erhält das Start-up finanzielle und tätige Unterstützung. Es kann etwa Wasserwerken weltweit helfen, Energie rentabler zu erzeugen.

ExoLabs, eine Ausgründung aus der Universität Zürich (UZH), ist unter den Siegern des europäischen Parsec Accelerators. Das EU-Programm Parsec beschleunigt 15 neue Produkte und Dienstleistungen, die aus Sicht der Expertenjury auf dem Weltmarkt benötigt werden und im Nahrungsmittel-, Energie- oder Umweltsektor zum Einsatz kommen. Jedes der ausgewählten Projekte erhält 100'000 Euro als eigenkapitalfreie Finanzierung. Zusätzlich wird ihnen Unterstützung durch Coaching, Geschäftskontakte und bei der Markteinführung geboten. 

ExoLabs hatte sich gemeinsam mit dem norwegischen Unternehmen Think Outside und Ubimet aus Wien mit dem Projekt „Snow Information for Hydropower“ beworben. Das Zürcher Start-up nutzt die Fernerkundung als Instrument, um den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt zu verstehen und zu überwachen. Mithilfe modernster Datenanalysetechniken können laut einer Medienmitteilung Umweltveränderungen simuliert, ausgewertet und vorhergesagt werden.

Sein jetzt von der EU ausgewähltes Projekt fokussiert sich auf Wasserkraft. Exolabs liefert Betreibern von Wasserkraftwerken genaue Vorhersagen für Schneeschmelze und Wasserfluss. Das unterstützt sie dabei, Energie möglichst rentabel zu erzeugen. Mithilfe skalierbarer Wolkenbeobachtung und des maschinellen Lernens kann ExoLabs Wasserkraftwerke weltweit bedienen.

In der Schweiz hat Exolabs kürzlich auch das nationale Finale von Climate Launchpad gewonnen. Der weltweit grösste ökologische Wettbewerb für grüne Geschäftsideen will das Cleantech-Potenzial zur Bekämpfung des Klimawandels freisetzen. Zudem unterstützt Innosuisse ein Projekt, an dem neben ExoLab auch das EcoVision Lab der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) sowie weitere Partner wie Outdooractive, MountaiNow und das Davoser Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) beteiligt sind. Ziel dieses Projekts ist es, die Schneebedeckung in den Bergen in Echtzeit zu messen. mm

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