Exeon Analytics plant Verkaufsstart von Cyberschutzlösung

06. April 2018 09:21

Zürich - Exeon Analytics entwickelt eine auf maschinellem Lernen basierende Lösung, welche Unternehmen vor Cyberattacken schützt. Bereits in wenigen Wochen will die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich mit dem Lizenzverkauf starten.

Cyberangriffe sind zu einer der grössten Gefahren für Unternehmen geworden. Um komplexe Cyberangriffe abzuwehren, hat Exeon Analytics ein Produkt entwickelt, welches auf Big Data und maschinellem Lernen basiert. Die Lösung kann Anomalien im Webverkehr identifizieren und so böswillige Attacken – auch als Advanced Persistent Threats (APT) bekannt – erkennen und abwehren. Solche Attacken bleiben den Angaben des Start-ups zufolge oft jahrelang unbemerkt und zielen häufig auf namhafte Unternehmen ab.

Mit der Lösung von Exeon Analytics werden Firmen nicht nur besser gegen Cyberangriffe geschützt. Sie müssen auch weniger Mitarbeitende im Bereich Cybersicherheit anstellen und können so Kosten sparen. Ausserdem bietet die Softaware einen weiteren Vorteil: „Unsere Analysen helfen den Kunden zu verstehen, was in ihrem eigenen Netzwerk passiert“, erklärt David Gugelmann, CEO von Exeon Analytics, der das Jungunternehmen 2016 als eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) gegründet hat.

Zurzeit finanziert sich Exeon Analytics noch von aussen. Im Februar hat es eine erfolgreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Geld sollte laut Gugelmann für die nächsten eineinhalb Jahre reichen. Bald sollen aber auch durch Softwarelizenzen Einnahmen generiert werden. Die ersten Lizenzen sollen im Mai verkauft werden, heisst es in einer Mitteilung der ETH.

Derzeit konzentriert sich Exeon Analytics auf den Schweizer Markt. Bisher seien insbesondere grosse Schweizer Banken auf die Software aufmerksam geworden. Das Interesse sei auch deshalb so gross, weil diesen Unternehmen ab Mitte 2018 aufgrund einer Gesetzesverschärfung hohe Bussen drohen, wenn sie sensible Benutzerdaten nicht ausreichend schützen. ssp

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