Ewz testet intelligentes Stromnetz

18. Dezember 2020 13:14

Zürich - Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) will sein Verteilnetz in ein intelligentes Stromnetz (Smart Grid) transformieren. Hintergrund ist die zeitweise hohe Belastung des Netzes durch zunehmende E-Mobilität. In der Zürcher Greencity testet ewz Pilotprojekte für ein Smart Grid.

Die steigende Zahl von Elektrofahrzeugen und Ladestationen in Zürich stelle für das Verteilnetz des Elektrizitätswerks eine Herausforderung dar, erläutert ewz in einer Mitteilung. Das Unternehmen will diese mit der Umstellung auf ein intelligentes Verteilnetz meistern. Erste Pilotprojekte für ein solches Smart Grid hat ewz nun in der Greencity bei Zürich-Wollishofen getestet.

Dabei habe ewz die Trafostation in der Greencity mit dem unternehmenseigenen Glasfasernetz verbunden, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Mit Hilfe von eingebauten Messgeräten und einer Überwachungs- und Steuerungsplattform kann so der Zustand des Mittel- und Niederspannungsnetzes verfolgt werden. In einem nächsten Schritt will ewz Steuersignale definieren, die die Leistung der am Netz angeschlossenen Ladestationen im Bedarfsfall reduzieren. Damit können Überbelastung und drohende Netzengpässe vermieden werden.

Derzeit arbeitet ewz mit attraktiven Netznutzungstarifen ausserhalb der Spitzenlastzeiten und Vereinbarungen über die kurzfristige Abschaltung von steuerbaren Anlagen wie Kühlhäusern einer Überbelastung des Verteilnetzes entgegen. Bereits ab nächstem Jahr sollen die fast 900 Transformatoren in den Zürcher Quartieren schrittweise an das ewz-Glasfasernetz angeschlossen und in eine Steuerungsplattform für ein Smart Grid eingebunden werden. hs

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