Solaranlagen im Gebirge stossen oft nicht auf Gegenliebe, ausser sie sind an bereits bestehenden Kunstbauten angebracht. Die Anlage der ewz an der Albigna-Staumauer im Bergell hat zum Spitzenplatz in Sachen Energiewende beigetragen. Bild: ezw

ewz ist bei der Energiewende Spitze

30. November 2020 13:41

Bern - Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) steht beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz an der Spitze der Energieversorger in der Schweiz. Das geht aus der fünften Vergleichsstudie des Bundesamtes für Energie hervor.

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat zum fünften Mal Schweizer Energieversorger nach ihren Aktivitäten beim Ausbau erneuerbarer Energien und der Steigerung der Energieeffizienz miteinander vergleichen. Insgesamt 100 Unternehmen haben an der freiwilligen Vergleichsstudie teilgenommen, darunter 78 aus der Deutschschweiz, 13 aus der Westschweiz und neun aus dem Tessin. Sie decken insgesamt 40 Prozent des Stromabsatzes und 68 Prozent des Gasabsatzes ab.

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) steht sowohl bei der Stromversorgung als auch bei der Versorgung mit Gas und Wärme an der Spitze der verglichenen Energieversorger. Das Stadtzürcher Unternehmen erfüllt als einziges Unternehmen über 90 Prozent der Kriterien bei der Energiewende in der Strom- und der Wärmeversorgung.

Zum guten Abschneiden von ewz hätten unter anderem die Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden, die erste hochalpine Solar-Grossanlage an der Albigna-Staumauer und die intelligenten Netze in Green City beigetragen, heisst es in einer eigenen ewz-Mitteilung. „ewz zeigt seit Jahren, dass die Konzentration auf erneuerbare Energien auch wirtschaftlich sinnvoll ist“, wird ewz-Direktor Benedikt Loepfe darin zitiert.

Bei der Stromversorgung folgen mit einigem Abstand die Genfer Stadtwerke SIG, Energie Wasser Bern und die Aargauer Eniwa. Bei der Gasversorgung stehen Energie Wasser Bern auf Platz zwei und Eniwa auf Platz drei.

Das BFE hat insgesamt 20 Kriterien in acht Handlungsfeldern bewertet und dabei jeweils bis zu vier Punkte pro Kriterium vergeben. Im Durchschnitt haben die Energieversorger 53 Prozent aller Ziele im Strombereich und 50 Prozent aller Ziele bei der Wärmeversorgung erzielt. Das BFE macht laut einer Mitteilung „kleine Fortschritte“ bei der Energiewende aus. So seien die Ziele bei der Produktion erneuerbarer Energien besser erfüllt worden. stk

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