Europas Spitzenkonzerne holen auf

25. September 2017 12:19

Zürich - Die 300 grössten Konzerne in Europa haben Umsätze und Betriebsergebnisse im ersten Halbjahr 2017 stärker steigern können als ihre amerikanische Konkurrenz. Die Schweiz hat mit Glencore und Nestlé gleich zwei Unternehmen unter den europäischen ersten zehn.

Einer Mitteilung von EY Schweiz zufolge haben die 300 umsatzstärksten Unternehmen Europas ihr operatives Ergebnis (EBIT) im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund ein Drittel auf 340 Milliarden Euro steigern können. Die 300 Spitzenkonzerne in den USA verbesserten ihr Betriebsergebnis im selben Zeitraum um 10 Prozent auf 527 Milliarden Euro. Beim Umsatz konnten die europäischen Spitzenunternehmen eine Steigerung um 11,2 Prozent auf 3,39 Billionen Euro realisieren. Ihre amerikanischen Konkurrenten brachten es auf eine Steigerung um 7,4 Prozent auf 4,46 Billionen Euro. 

Die Schweiz ist mit Glencore und Nestlé auf dem vierten und dem zehnten Platz in der Spitzengruppe der umsatzstärksten Unternehmen Europas vertreten. Novartis belegt Rang 34, es folgen ABB, Adecco und LafargeHolcim auf den Plätzen 60, 75 und 76. Mit Roche auf dem vierten und Nestlé auf dem siebten Platz ist die Schweiz auch in der Spitzengruppe der profitabelsten europäischen Unternehmen vertreten. Die durchschnittliche EBIT-Marge in der Schweiz gibt EY in diesem Zusammenhang mit 9,9 Prozent an. 

Mit einem Durchschnitt von 13,2 Prozent liegen die EBIT-Margen der US-Konzerne weit über dem Vergleichswert der europäischen Spitzenkonzerne von 10,4 Prozent. EY zufolge hat dies vor allem mit der Ausrichtung der US-Unternehmen auf hochprofitable Branchen wie Technologie und Dienstleistungen zu tun. Die Schweiz habe hier „einerseits eine aufstrebende Fintech-Szene, die mit Innovationen im Bereich der Blockchain-Technologie punktet“, wird Marcel Stalder, CEO Schweiz bei EY, in der Mitteilung zitiert. „Andererseits machen verschiedene Schweizer Banken signifikante Fortschritte in der digitalen Transformation.“ Um diese zu fördern, sei zu hoffen, „dass sich die Schweizer Wirtschaft bald zu einem e-Identity-Standard durchringen kann“. hs

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