Europäischer Forschungsrat unterstützt St.Galler Projekt

26. April 2021 14:55

St.Gallen - Der Europäische Forschungsrat unterstützt mit knapp 2,5 Millionen Euro Arbeiten von Professor Burkhard Ludewig am Kantonsspital St.Gallen. In dem fünfjährigen Projekt werden Prozesse bei der Herzmuskelentzündung untersucht.

Eine Forschungsgruppe am Kantonsspital St.Gallen unter Leitung von Professor Burkhard Ludewig wird vom Europäischen Forschungsrat (ERC) finanziell unterstützt. Bei der Vergabe der Advanced Grants 2020 wurde das Schweizer Forschenden-Team laut Medienmitteilung des Kantonsspitals mit einer Fördersumme von knapp 2,5 Millionen Euro bedacht. Insgesamt wurden in der Antragsrunde 209 Forschende mit Advanced Grants ausgezeichnet. Das Team Ludewig setzte sich gegen starke Konkurrenz durch. In der aktuellen Auswahlrunde konnten sich von den 2678 Anträgen weniger als 8 Prozent durchsetzen.

„Die Entwicklung des Kantonsspitals St.Gallen zu einem akademischen Lehr- und Forschungsspital mit universitärer Ausrichtung erhält durch die Anerkennung des Europäischen Forschungsrats zusätzlichen Auftrieb“, wird Daniel Germann, CEO des Kantonsspitals St.Gallen, in der Mitteilung zitiert. „Das Kantonsspital St.Gallen spielt damit für mindestens fünf Jahre in der ‚Champions League‘ der europäischen Forschung.“

Das Forschungsprojekt in St.Gallen geht über fünf Jahre. Dabei sollen die molekularen und immunologischen Prozesse bei der Herzmuskelentzündung untersucht werden. Ludewig hofft, dass die Forschungsarbeiten zu einer verbesserten Diagnose und Behandlung dieser Erkrankung führen werden, heisst es in der Mitteilung. „Die Herzmuskelentzündung tritt bei 20 bis 30 Personen pro 100'000 auf und kann bei jüngeren Menschen zum plötzlichen Herztod führen“, so Ludewig. „Die Ursachen der Erkrankung sind weitgehend unbekannt.“ Ärzte könnten derzeit bei der Erkrankung nur Bettruhe verordnen und bei schwerem Verlauf Ibuprofen verschreiben.

Der Europäische Forschungsrat unterstütze nun die Idee, die Ursachen zu ermitteln und dann die zielgerichtete Entwicklung von Medikamenten zu ermöglichen. gba  

 

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