Europäische Experten arbeiten an altersfreundlichen Städten

12. März 2021 10:06

Brüssel - Die Europäische Kommission hat eine Initiative für die urbane Planung lanciert. Dadurch sollen Konzepte für altersfreundlichere Städte entstehen. Bei URBANAGE werden Technologien für Simulationen genutzt, um optimale Dienstleistungen zu identifizieren.

Europäer werden so alt wie nie zuvor. Und der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung in urbanen Gegenden wächst überproportional zum arbeitenden Teil. Das europäische Projekt URBANAGE reagiert auf diese Situation und hat eine Initiative für die urbane Planung lanciert. Durch diese sollen die Städte altersfreundlicher werden, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Neben mehr als 30 Städten – zu denen auch Helsinki und Santander gehören – nehmen Forscher und Digitalexperten an der Initiative teil.

Die Gestaltung von Städten, so dass sie Menschen jeden Alters und Geschlechts gerecht werden, sei für die Politik ein dringendes Problem, heisst es in der Mitteilung. Daher will das durch Horizon 2020 geförderte Projekt die Rückmeldungen der teilnehmenden Städte auswerten, um herauszufinden, wie der demographische Wandel zu Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Mobilität, Wirtschaft und der physischen Umgebung führt. Dazu wird unter anderem die sogenannte Digital Twin-Technologie eingesetzt, um den urbanen Planungsprozess voranzutreiben. Dabei wird eine synchronisierte, digitale Abbildung der realen Welt entwickelt, um mit Simulationsmodellen die Auswirkungen verschiedener Massnahmen vorherzusehen.

Durch die im Rahmen von URBANAGE entstehenden Digital Twins würde eine einzigartige Möglichkeit entstehen, Zugang zu bislang nicht nutzbaren Daten zu erhalten, wodurch inklusivere und widerstandsfähigere europäische Städte entstehen könnten, heisst es vom Leiter des beteiligten Konsortiums, Roberto Di Bernardo von Engineering Ingegneria Informatica S.p.A. „Mit den Fortschritten in Technologie und beim politischen Willen gibt es keinen Grund, warum durch Digital Twins keine komplexen, vielschichtigen und das Alter berücksichtigenden Entscheidungen getroffen werden könnten, die Orte von Gesundheit und Glück erschaffen, an welchen Menschen in Würde altern können.“ em

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