EU hat Aufholbedarf bei der Forschung

10. Januar 2019 14:23

Luxemburg - Der Anteil am Bruttoinlandprodukt, der in der EU für Forschung und Entwicklung ausgegeben wird, ist weiterhin tiefer als in anderen wichtigen Volkswirtschaften. Bis 2020 will die EU weiter aufholen. Die Schweiz schneidet im europäischen Vergleich an der Spitze ab.

Mitgliedstaaten der EU haben 2018 insgesamt fast 320 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgegeben. Die FuE-Intensität – der prozentuale Anteil der FuE-Ausgaben am Bruttoinlandprodukt (BIP) – lag damit bei 2,07 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die FuE-Intensität damit leicht erhöht. Damals lag sie noch bei 2,04 Prozent.

Allerdings schneidet die EU weiterhin schlechter ab als andere wichtige Volkswirtschaften, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer Mitteilung schreibt. So lag die FuE-Intensität 2015 in Südkorea bei 4,22 Prozent, in Japan bei 3,28 Prozent und in den USA bei 2,76 Prozent. Für das Jahr 2017 liegen die entsprechenden Zahlen dieser Länder der Statistikbehörde noch nicht vor.  Um die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu fördern, soll die FuE-Intensität in der EU im Rahmen der Strategie Europa 2020 bis 2020 auf 3 Prozent erhöht werden.

Schweden lag bei der FuE-Intensität 2017 an der EU-Spitze. Das Land hat 3,33 Prozent seines BIP für FuE aufgewendet. Hinter Schweden folgen Österreich (3,16 Prozent), Dänemark (3,06 Prozent) und Deutschland (3,02 Prozent). Am tiefsten war die FuE-Intensität in Rumänien (0,5 Prozent) und in Lettland (0,51 Prozent).

Für die Schweiz liegen der Statistikbehörde ebenfalls nur die Zahlen aus dem Jahr 2015 vor. Damals betrug der Anteil der FuE-Ausgaben in der Schweiz 3,37 Prozent. Sie war also höher als beim aktuellen europäischen Spitzenreiter Schweden. ssp

Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki