EU fördert Quantenforschung am PSI

Gabriel Aeppli vom PSI, Henrik Rønnow von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), Nicola Spaldin von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) sowie ihr Kollege Alexander Balatsky von der Universität Stockholm (Nordita) wollen mit ihrem Forschungsprojekt HERO „die nächste Quantenrevolution anstossen“, informiert das PSI in einer Mitteilung. An den Grossforschungsanlagen des PSI wollen die Forscher bisher nicht sichtbare Quanteneffekte entdecken und neue Quantenmaterialien mit nützlichen Eigenschaften entwickeln. Sie sollen in der Datenverarbeitung Anwendung finden.

„Die heutige siliziumbasierte Informationstechnologie beruht immer noch auf Prinzipien, die vor rund 70 Jahren entdeckt wurden“, wird Aeppli in der Mitteilung zitiert. Diese Technologie stosse jedoch bei Geschwindigkeit und Energieeffizienz an ihre Grenzen, erläutert der Photonenforscher weiter. „Wir müssen in der Informationsrevolution nun die nächste Stufe erklimmen und mehr Nutzen aus Quanteneffekten ziehen.“

Bei ihren Forschungen werden die vier Wissenschaftler mit Geldern aus dem Europäischen Forschungsrat (ERC) unterstützt. Für das Projekt HERO wurde ein ERC-Grant über „die ausserordentlich hohe Fördersumme von 14 Millionen Euro bestätigt“, erläutert das PSI in der Mitteilung. Dabei sei der Platz der Schweiz als Nicht-EU-Mitglied im zum Programm Horizon 2020 gehörenden ERC-Fördersystem nicht selbstverständlich. Derzeit sei die Schweiz jedoch „voll angegliedert“ und ihre Forschenden mit ihren Anträgen „besonders erfolgreich“. hs