EU fördert metamorphe Drohne der Empa

21. März 2022 11:59

Dübendorf ZH - Mirko Kovac hat von der EU einen ERC Consolidator Grant in Höhe von 2 Millionen Euro erhalten. Kovac forscht an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) an Drohnen, die ihre Gestalt ändern und sich dadurch in der Luft sowie im und auf dem Wasser bewegen können.

Prof. Dr. Mirko Kovac hat laut einer Medienmitteilung der Empa einen der begehrten ERC Consolidator Grants erhalten. Diese Fördermittel der EU werden im Rahmen von Horizon Europe vergeben. Mit 2 Millionen Euro will dieses wichtigste EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation die Arbeit einzelner Forschender und ihrer Teams fünf Jahre lang absichern.

Kovac arbeitet am Materials and Technology Center of Robotics in Dübendorf. Es wurde 2019 als ein Gemeinschaftsunternehmen der Empa und des Imperial College London gegründet. Kovac ist Leiter des Dübendorfer Roboterzentrums und des Aerial Robotics Laboratory am Imperial College London. Gemeinsam entwickeln beide Einrichtungen Drohnen, die ihre Gestalt ändern können, sogenannte metamorphe Drohnen.

Ziel sind Mikro-Luftfahrzeuge (Micro Air Vehicles, MAVs), die sowohl fliegen und tauchen als auch von unter der Wasseroberfläche wieder selbständig zum Flug ansetzen können. Das würde Anwendungen wie die Überwachung der Wasserqualität in unzugänglichen Regionen, Such- und Rettungseinsätze sowie Unterwassererkundung ermöglichen.

Wie das britische Institut mit einem Youtube-Video erläutert, haben Kovac und sein Team für die Entwicklung von Luft- und Wasserrobotern wichtige Konstruktionsprinzipien aus der Natur technisch umgesetzt, etwa faltbare Flügel und eine Tauchstrategie für den Eintritt ins Wasser, einen Wasserstrahlantrieb für einen schnellen Start aus dem Wasser und wasserabweisende Oberflächen.

„Dieser Grant ist eine wunderbare Unterstützung für unsere Arbeiten zur Metamorphose von Robotern und wird die Entwicklung neuer Technologien in meinem Team enorm vorantreiben“, wird Kovac in der Empa-Mitteilung zitiert. Im Rahmen seines Projekts ProteusDrone wird er mit internationalen Fachleuten für Computervision und Evolutionsbiologie zusammenarbeiten. mm

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