Ethos schliesst Produzenten von Schieferöl aus

30. März 2020 14:37

Genf - Ethos will künftig nicht mehr in Unternehmen investieren, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes in der Förderung oder dem Transport von Schieferöl und Schiefergas oder in der Förderung in der Arktis erzielen. Dagegen will sie Anstrengungen zur Energiewende künftig besser honorieren.

Die Anlagestiftung Ethos verschärft ihre Prinzipien für nachhaltige Anlagen. Wie sie in einer Mitteilung schreibt, schliesst sie künftig alle Unternehmen aus ihrem Anlageuniversum aus, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit der Förderung und dem Transport von Schiefergas und Schieferöl sowie von Öl und Gas aus arktischen Gewässern erzielen. 

Diese Änderung hat allerdings keine praktischen Auswirkungen, da Ethos seine Anteile an Unternehmen wie Noble Energy, ConocoPhillips und Suncor Energy bereits zuvor aus anderen Gründen verkauft hat. Bereits seit 2017 sind Unternehmen ausgeschlossen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle erzielen.

Umgekehrt will Ethos künftig Firmen honorieren, die grosse Anstrengungen zur Energiewende unternehmen. Dafür will die Stiftung ein eigenes Energiewende-Rating ausarbeiten. Damit soll die Strategie der Unternehmen in Bezug auf den Klimawandel künftig stärker gewichtet werden können. Ethos will die entsprechenden Informationen über ihre Kundenplattform auch ihren Mitgliedern zur Verfügung stellen. stk
 

Aktuelles im Firmenwiki