Ethos drängt auf Abschied von der Kohle

08. Juni 2018 12:13

Genf - Die Stiftung Ethos und der Ethos Engagement Pool International wollen acht europäische Stromversorger zur schrittweisen Umstellung von Kohle auf Erneuerbare bringen. Institutionelle Anleger unterstützen den Vorstoss.

Die Produktion erneuerbarer Energien werde immer kostengünstiger und stelle „in vielen Ländern schon heute die billigste Form der Stromerzeugung“ dar, schreibt Ethos in einer Mitteilung. Die Stiftung hat gemeinsam mit dem Ethos Engagement Pool International (EEP International) ein Programm aufgestellt, „um acht europäische Stromversorger dazu zu bewegen, ambitionierte Klimastrategien zu entwickeln, um den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft sicherzustellen“, heisst es dort weiter. 

In diesem Programm werden fünf Anforderungen an die Stromversorger definiert. Danach sollen die Unternehmen sich unter anderem Ziele zur Reduktion der Treibhausgase setzen, mit denen die globale Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius beschränkt werden kann. Zudem wird ein rascher Umstieg von Kohle, zunächst auf Gas und dann auf erneuerbare Energien gefordert. Auch eine Diversifizierung der Geschäftsmodelle hin zu Energiedienstleistungen und Smart Home wird angeregt. 

In einem ersten Schritt haben die Initiatoren das Programm den Verwaltungsratspräsidenten der in der Mitteilung namentlich nicht genannten acht europäischen Stromversorger zukommen lassen. Den Angaben von Ethos zufolge wird das ambitionierte Programm bereits von zahlreichen institutionellen Investoren unterstützt. Die Investorengruppe verwalte insgesamt rund 100 Milliarden Euro, schreibt Ethos in der Mitteilung. hs

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