ETH testet Beatmungsgeräte

20. Mai 2020 11:31

Zürich - Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben einen Prüfstand für standardisierte Tests an neuen, kostengünstigen Beatmungssystemen aufgebaut. Damit kann untersucht werden, ob sie den Normen entsprechen.

Ein Team der ETH hat eine Möglichkeit geschaffen, neu entwickelte Beatmungssysteme auf ihre Funktionstüchtigkeit zu untersuchen. Sie sollen in erster Linie Ländern zugutekommen, die sich teure Hightech-Geräte nicht leisten können. Doch bevor sie im industriellen Massstab produziert werden können, bedarf es solcher Prüfverfahren.

„Unsere Tests sind standardisiert, und wir testen die Beatmungsgeräte den Normen entsprechend“, wird Gruppenleiterin Marianne Schmid Daners in einer Medienmitteilung zitiert. Geprüft werden unter anderem der Druck, den ein Beatmungsgerät aufbauen kann, das Atemvolumen und die Sauerstoffzufuhr in die Lunge.

Die Ingenieurinnen und Ingenieure haben bisher drei verschiedene Systeme geprüft. Zwei stammen von externen Firmen, eines von einer Forschungsgruppe um ETH-Professorin Kristina Shea. Das Team entwickelt derzeit ein einfaches, kostengünstiges Beatmungsgerät, das in Notfallsituationen eingesetzt werden kann.

Entstanden ist das Prüfstandprojekt im Rahmen der helpful ETH-Initiative des ETH-Rats. Helpful ETH ist Teil der COVID-19 Task Force der Hochschule. mm

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