ETH plant schrittweise Rückkehr aus dem Notbetrieb

28. April 2020 14:38

Zürich - Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) will Forschung, Lehre und Verwaltung bis Ende Jahr schrittweise wieder an den Normalbetrieb annähern. Als erstes soll die Laborforschung wieder hochgefahren werden. Lehre und Verwaltung folgen ab Sommer.

Während des Notbetriebs der ETH habe ihn besonders beeindruckt, „mit wieviel Kreativität, spontanem Engagement und Teamgeist die ETH-Angehörigen die Herausforderung Coronavirus angenommen haben“, erläutert ETH-Präsident Joël Mesot im Interview auf dem Portal der Hochschule. Nach fünf Wochen Lockdown will die Hochschulleitung die ETH nun in drei Etappen wieder hochfahren.

„Da die Laborforschung vom Notbetrieb sehr stark betroffen ist, hat sie in unserem Masterplan für die Rückkehr zum Normalzustand Priorität“, erklärt Mesot. Die Labors sollen zügig, aber mit Vorsicht hochgefahren werden. Wo immer möglich, sollten Forscher aber auch weiterhin im Homeoffice arbeiten, bittet der Hochschulpräsident.

In der zweiten Phase soll insbesondere gewährleistet werden, dass die Studierenden durch die Pandemie kein Semester verlieren. Wenn möglich, würden die Sessionsprüfungen daher im August durchgeführt, erläutert Mesot. Einzelheiten, insbesondere bei der Durchführung der mündlichen Prüfungen, sollen zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert werden.

Eine vollständige Rückkehr zu den alten Verhältnissen wird es nach Ansicht des Hochschulpräsidenten aber selbst langfristig nicht geben. „Die Coronakrise kann nicht einfach ad acta gelegt werden, die Welt danach wird zum Teil eine andere sein“, erklärt Mesot. Die Hochschulleitung plant daher, Erfahrungen aus dem Umgang mit der Pandemie in das Projekt zur Organisationsentwicklung der ETH, rETHink, zu integrieren. hs

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