Erwerbslosenquote steigt auf 4,9 Prozent

18. Februar 2021 14:57

Neuenburg - Die Erwerbslosenquote hat sich bei gleichbleibender Zahl der Erwerbstätigen im vierten Quartal 2020 von 3,9 Prozent im Vorjahr auf 4,9 Prozent erhöht. Die Jugenderwerbslosigkeit ging leicht zurück.

Die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz hat sich im vierten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal praktisch nicht verändert. Laut einer Medienmitteilung des Bundesamts für Statistik (BFS) waren im vierten Quartal 2020 in der Schweiz 5,135 Millionen Personen erwerbstätig, gegenüber 5,137 Millionen 2019. Personen mit Kurzarbeit werden in der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) zu den Erwerbstätigen gezählt. Die SAKE ist eine telefonische Stichprobenerhebung bei den Haushalten, die seit 1991 jährlich vom BFS durchgeführt wird.

Die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit pro Person ging um 2 Prozent zurück. Die stärkste Abnahme verzeichnete dabei der Sektor Gastgewerbe und Beherbergung mit einem Minus von 13,9 Prozent.

Im Vergleich der Letztquartale 2019 und 2020 stieg die Erwerbslosenquote in der Gesamtschweiz von 3,9 Prozent auf 4,9 Prozent. Konkret waren 246‘000 Personen erwerbslos, 54‘000 mehr als ein Jahr zuvor. 89‘000 Personen waren langzeiterwerbslos, also mindestens ein Jahr. Die Zahlen liegen deutlich unter der Arbeitslosenquote in den Staaten der Europäischen Union (EU), wo sie von 6,6 Prozent auf 7,5 Prozent per Ende Jahr 2020 gestiegen ist.

Bei der Jugenderwerbslosigkeit der 15- bis 24-Jährigen ging die Quote im Jahresvergleich von 7,7 Prozent (2019) leicht auf 7,3 Prozent zurück. Auch hier schneidet die Schweiz Vergleich zur EU gut ab. Dort wurde ein Anstieg von 14,6 auf 17,4 Prozent registriert.

Deutlich zugenommen hat im Jahresvergleich die Zahl der Arbeitnehmenden in Heimarbeit. Sie stieg von 20,3 Prozent im 4. Quartal 2019 auf 40,7 Prozent 2020. Im zweiten Quartal 2020 waren es mit 44,2 Prozent noch mehr. Die höchsten Anteile bei der Heimarbeit stellten im letzten Quartal 2020 die Arbeitnehmenden der Wirtschaftszweige Kommunikation (85,5 Prozent), gefolgt von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 74,8 Prozent. gba 

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