Erstellung der E-ID wird vorübergehend vereinfacht

01. April 2020 13:50

Bern - Der Bundesrat senkt die Hürden für die Ausstellung einer E-ID während der Corona-Krise. In dieser Zeit soll eine Identifikation per Video ausreichen. Nutzer müssen auf diese Weise nicht persönlich bei der Registrierungsstelle erscheinen.

Die Möglichkeit, Verträge rechtsgültig digital zu unterschreiben, gewinnt in der Corona-Krise an Bedeutung. Laut einer Mitteilung des Bundes stellen Unternehmen, die Zertifikate für qualifizierte elektronische Signaturen anbieten, eine erhöhte Nachfrage fest.

Um Verträge digital unterzeichnen zu können, wird eine E-ID benötigt. Antragstellende mussten bisher persönlich bei einer Registrierungsstelle erscheinen und sich identifizieren lassen. Dabei kommt es allerdings zu persönlichen Kontakten. Der Bundesrat hat deswegen beschlossen, die Regeln für dieses Vorgehen für die Krisenzeit zu ändern.

Konkret wird der Mitteilung zufolge die Verordnung über die elektronische Signatur (VZertES) angepasst. Neu soll auch eine Identifikation per Video bei der E-ID  möglich werden. Diese Möglichkeit bestand bisher nur im Finanzsektor – etwa bei Bankkontoeröffnungen.

Der Bundesrat betont, dass die Videoidentifikation nun für eine befristete Dauer von sechs Monaten als mögliche Methode zur Identitätsprüfung erlaubt sein wird. Sollte sich die Lage vor Ablauf der Geltungsdauer entspannen, wird der Bundesrat die Bestimmung früher aufheben. ssp

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