EPFL und CSEM gelingt Weltrekord bei Photovoltaik

11. Juli 2022 13:54

Neuenburg - Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und dem Forschungszentrum CSEM haben für Tandemsolarzellen mit Perowskit und Silizium erstmals einen Wirkungsgrad von 30 Prozent überschritten. Dies soll den Weg für noch günstigeren nachhaltigen Strom ebnen.

Schweizer Forschende halten den neuen Weltrekord für Perowskit-auf-Silizium-Tandemsolarzellen. Mit ihren jüngsten Entwicklungen überschritten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der beiden in Neuenburg anässigen Einrichtungen EPFL School of Engineering Photovoltaics and Thin Film Electronics Laboratory und Schweizerischen Zentrum für Elektronik und Mikroelektronik (CSEM) zum ersten Mal einen Wirkungsgrad von 30 Prozent.

Auf planarisierten, also polierten Silizium-Oberflächen erreichte der Wirkungsgrad 30,93 Prozent, auf einer texturierten Oberfläche 31,25 Prozent. Diese Werte wurden laut einer Medienmitteilung der EPFL vom nordamerikanischen National Renewable Energy Laboratory unabhängig zertifiziert. Den bisherigen Rekord hatte das Berliner Helmoltz-Zentrum mit 29,8 Prozent inne.

Den Angaben der EPFL zufolge erreichen die am weitesten verbreiteten Silizium-Solarzellen derzeit knapp unter 27 Prozent. Der theoretische Höchstwert liegt bei 29 Prozent.

Andere Materialien wie III-V-Halbleiter, die die 30 Prozent-Markt bereits erreicht hatten, seien zu teuer, um die Energiewende zu unterstützen, wird der Leiter der beiden an diesem Weltrekord beteiligten Institute, Christophe Ballif, zitiert: „Unsere Ergebnisse zeigen zum ersten Mal, dass die 30 Prozent-Hürde mit kostengünstigen Materialien und Prozessen überwunden werden kann.“ Dies werde laut Christian Wolff von der EPFL in der Zukunft „hoffentlich den Weg für noch billigeren nachhaltigen Strom ebnen“. mm

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