EPFL-Team will Segel-Weltrekord brechen

23. Dezember 2019 11:14

Lausanne - Ehemalige und aktuelle Studierende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne wollen 2022 den Geschwindigkeitsrekord im Segeln brechen. Das Team hofft, 80 Knoten zu erreichen. Das sind knapp 150 Kilometer pro Stunde. Im kommenden Jahr wird der Prototyp auf dem Genfersee getestet.

Ein Team aus Segelfreunden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) will den Geschwindigkeitsrekord im Segeln knacken. Seit einem Jahr arbeitet das Team unter dem Namen SP80 daran, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 Knoten (148 Stundenkilometer) zu erreichen. Der seit 2012 gehaltene Rekord liegt bei 121 Stundenkilometern.

Eine der grössten Herausforderungen besteht darin, die Kavitation zu überwinden. Deshalb hat SP80 mit seinen Kompetenzen bei Performance Composites, Hydrodynamik und Bordelektronik eigene Kiteboards gebaut und im vergangenen Sommer verschiedene Formen von Tragflächen getestet. Daraufhin entwickelte das Gründertrio hinter SP80 ein Kohlefaserboot. Laut einer Medienmitteilung wird es in der Lage sein, die anvisierte Geschwindigkeit zu erreichen. Es ist sieben Meter lang, sechs Meter breit und wiegt 150 Kilogramm. Darüber hinaus verfügt es über dreieckige Tragflächen mit Superventilation und wird von einem Kitewing angetrieben. Mithilfe eines Segelsimulators werden Design und Technologie des Boots derzeit verfeinert. Im kommenden Jahr wird der Prototyp auf dem Genfersee getestet. 

Seit Herbst 2019 werden die drei Gründer von einem Team aus 16 aktuellen und ehemaligen Studierenden der EPFL unterstützt. „Wir haben ein unglaubliches Team, in dem jeder sein Know-how einbringt“, sagt Robin Amacher, Koordinator von SP80 und Ingenieur des EPFL-Laboratory for Processing of Advanced Composites (LPAC). Er betont auch die Bedeutung der Unterstützung durch die EPFL-Finanzierungsinitiative MAKE und das Projekt SKIL. Dieses ermöglicht die Nutzung von Arbeitsplätzen mit modernster Ausstattung. Zudem erhält das Team professionelle Hilfestellung auch von Laboren und Partnerunternehmen. „Alle Teile des Teams ziehen an einem Strang und schaffen ein aussergewöhnliches Umfeld für unser Projekt“, so Amacher. mm 

Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki