EPFL macht Low-Tech im Bau sichtbar

17. August 2022 10:01

Lausanne/Ecublens VD - Das Low Tech-Labor der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) will mit seinem Projekt rebuiLT zeigen, wie in Ecublens aus dem Abbruch eines Gebäudes aus den 1970er Jahren ein neuer Gemeinschaftspavillon entstehen kann. Bürgerinnen und Bürger sollen ihn mitgestalten.

Das Projekt rebuiLT der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) arbeitet an einem Gemeinschaftspavillon in Ecublens. Er soll aus wiederverwerteten Teilen eines abzubrechenden Gebäudes aus den 1970er Jahren entstehen. Dabei soll die Bevölkerung mit einbezogen werden. Der Aufbau soll im März 2023 mit mehreren partizipativen Baustellen beginnen.

RebuiLT ist im Low Tech-Labor der EPFL angesiedelt. Low Tech ist laut einer Mitteilung der EPFL eine Philosophie, die die Anwendung einfacher, wiederverwendbarer und leicht zu reparierender Technologien fördert. Sie stehe im Gegensatz zur High Tech-Tendenz, die im Allgemeinen hypertechnologische Lösungen für jedes Problem vorschlage. „Das Ziel von Low Tech ist es, einen komfortablen Lebensstil zu ermöglichen, der die Klimasituation nicht verschlechtert“, wird Maschinenbau-Masterstudent und Mitglied des Low Tech Lab, Alexis Chanel, zitiert.

Das Low Tech-Labor bietet seit 2021 Semesterprojekte für interessierte Studierende an. Unterstützt wird rebuiLT von Professor Corentin Fivet, dem Leiter des Structural Exploration Laboratory der EPFL: „Wir sind besonders an der Wiederverwertung von Baumaterialien interessiert, daher die Synergie mit dem Projekt rebuiLT.“ Teammitglieder kommen auch vom EPFL-Campus in Freiburg und seinem PopUp-Workshop, der sich mit Grossprojekten befasst. mm

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