EPFL eröffnet Photovoltaik-Labor im Senegal

31. Juli 2019 09:56

Lausanne – Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben in der senegalesischen Hauptstadt Dakar ein Photovoltaik-Labor eröffnet. Dort werden häufig minderwertige Solarpaneele auf ihre Tauglichkeit geprüft. So soll das Vertrauen der Bevölkerung in die Technik wiederhergestellt werden.

Ein Forscherteam der EPFL hat in der senegalesischen Hauptstadt Dakar das Photovoltaik-Labor CT2S eröffnet. Es will dazu beitragen, dass Senegal mehr Energie aus der Sonne gewinnt. Das Land hat mit die höchste Sonnenscheindauer der Welt. Trotzdem ist das Vertrauen von Unternehmen und Bevölkerung in die Technik gering. Wie die EPFL auf ihrer Internetseite schreibt, hätten es sich Hersteller von Sonnenpaneelen aus der ganzen Welt zur Gewohnheit gemacht, in Afrika minderwertige Produkte auf den Markt zu werfen. 

Das CT2S verfolge drei Ziele. Zum einen will es Geschäftstreibende und Verbraucher dazu befähigen, Komponenten vor Ort zu testen. Am Ende soll ein Zertifizierungssystem stehen, das verlässliche Produkte ausweist. Zum anderen werden Techniker und Berater ausgebildet. Sie sollen Käufer bei Installation und Wartung beraten. Und drittens wird das Team über die Verlässlichkeit der Photovoltaik-Systeme unter den schwierigen Klimabedingungen südlich der Sahara forschen. „Es ist aktuell wirklich schwierig, belastbare und ausreichend dokumentierte Felddaten zu bekommen“, sagt Nicolas Wyrsch, der das Zentrum mit aufbaut. Deshalb wird das Team auch einheimische Doktoranden unterstützen.

Im nächsten Schritt will das Projekt in ganz Schwarzafrika an der Verbreitung von Solarenergie arbeiten. „Wir sind bereits mit anderen westafrikanischen Ländern in Kontakt, um ähnliche Forschungszentren zu errichten", so Wyrsch. „Wir glauben, dass diese das Vertrauen der Bevölkerung in Solarenergie stärken können.“ mm

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