envoPAPIER bringt Papier aus Landwirtschaftsabfällen in die Schweiz

10. Oktober 2019 11:39

Luzern - Die britische Firma envoPAP hat ein Papier entwickelt, das hauptsächlich aus landwirtschaftlichen Abfällen wie Zuckerrohr und Weizenstroh besteht. Das Luzerner Start-up envoPAPIER will das nachhaltige Produkt in die Schweiz holen.

Für die Papiere und Pappen von envoPAP werden Stängel und Halme von Zuckerrohr, Weizenstroh und Wildgras wiederverwertet, die sonst verbrannt werden, erläutert Yves Beljean in einem Beitrag der „Umwelt Perspektiven“. Der Luzerner Jungunternehmer will die Produkte von envoPAP in die Schweiz bringen. Sein Start-up envoPAPIER hat sich dafür die Rechte für den exklusiven Vertrieb für envoPAP in der Schweiz gesichert. Als ersten prominenten Unterstützer konnte envoPAPIER bereits den Luzerner Ständerat Damian Müller (FDP) gewinnen.

Für das nachhaltige Papier aus Abfallprodukten müssen nicht nur keine neuen Bäume gefällt werden. „Die Herstellung von envoPAP ist zudem um einiges energieeffizienter als die Herstellung von konventionellem Papier“, erläutert Beljean im Beitrag. Dabei stehen die Papiere und Pappen von envoPAP handelsüblichen Produkten weder im Aussehen noch in der Bandbreite ihrer Verwendung nach. Zudem läge envoPAP „in der gleichen Preisklasse wie bei konventionellem Papier“, weist Beljean auf einen weiteren Vorteil hin. Andere ähnlich nachhaltige Papiere aus Bambus oder Gras seien dagegen „immer noch um ein Vielfaches teurer“.

Eine erste Lieferung von 20 Tonnen des nachhaltigen Papiers will Beljean mittels Crowdfunding ermöglichen. Interessenten können sich bei wemakeit noch für wenige Tage einen oder mehrere Kartons über 5 x 500 Blatt reservieren. hs

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