Energiewirtschaft punktet mit neuen Geschäftsmodellen

24. Juni 2019 11:52

Zürich - Die Energiewirtschaft hat sich zu einer Wachstumsbranche entwickelt, stellt EY in einer aktuellen Studie fest. Sie führt dies auf die zunehmende Verzahnung mit anderen Industrien und daraus resultierenden neuen Geschäftsmodellen zurück.

Für die aktuelle „Stadtwerkstudie 2019“ hat EY insgesamt 172 Geschäftsführer von Energieversorgern in der Schweiz, Deutschland und Österreich befragt, informiert das Beratungsunternehmen in einer Mitteilung. In der Schweiz wurden dabei die Firmenchefs von 52 Unternehmen befragt.

Den Ergebnissen zufolge herrsche in der Energiewirtschaft der drei Länder eine gute Stimmung, erläutert EY in der Mitteilung. Das Beratungsunternehmen führt dies auf von den Unternehmen entwickelte neue Geschäftsmodelle zurück. Sie seien das Ergebnis einer zunehmenden Verzahnung mit Industrien wie der Wohnungswirtschaft oder der Telekommunikationsbranche.

„Stadtwerken und Energieversorgungs-Unternehmen bietet sich die attraktive Möglichkeit, die Kombination der Angebote verschiedenster Unternehmen zu einem einzigen Produkt mit Mehrwert für die Konsumentinnen und Konsumenten zu orchestrieren“, wird Benjamin Teufel, Sector Leader Energy, Mining & Metals für die Schweiz bei EY, in der Mitteilung zitiert. „Aufgrund ihrer Erfahrung mit komplexen Infrastrukturen und regulatorischen Fragestellungen haben Energieversorger beste Voraussetzungen, die Rolle eines Plattformbetreibers für solche Produkte einzunehmen.“

Die Schweiz hinke bei dieser Entwicklung jedoch den beiden Nachbarländern hinterher, führt Teufel weiter aus. Seiner Ansicht nach hängt dies mit der noch nicht vollzogenen Liberalisierung des Schweizer Energiemarktes im Kleinkundenbereich zusammen. Wachstumschancen für die Branche sieht Teufel hierzulande insbesondere im Bereich Elektromobilität. hs

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