Energie-Verbände schlagen neues Preismodell für Solarstrom vor

05. April 2022 14:18

Bern - Die Schweizerische Vereinigung für Sonnenergie und der Verband unabhängiger Energieerzeuger fordern mehr Wahlfreiheit bei der Vergütung von Solarstrom. Sie schlagen zwei Modelle vor, wonach Betreiber von Solaranlagen entweder Fixpreise über einen langen Zeitraum oder flexibel dem aktuellen Marktpreis entsprechend erhalten.

Die Schweizerische Vereinigung für Sonnenergie (SSES) und der Verband unabhängiger Energieerzeuger (VESE), eine Fachgruppe der SSES, schlagen ein erweitertes Preismodell für die Vergütung von Strom aus Photovoltaikanlagen vor. Es soll einer langfristig stabilen Abnahmevergütung für Anlagenbetreibende dienen, heisst es in einer Medienmitteilung. Sie orientieren sich dabei an festen und variablen Hypotheken aus dem Finanzwesen.

Demnach könnte es ein Fix- und ein Flex-Modell geben. Beim Fix-Modell wird dem Betreiber einer Photovoltaikanlage über 20 Jahre ein garantiert fester Preis für seinen Strom bezahlt, analog zu einer Festhypothek. Dadurch hätte der Stromerzeuger Investitionssicherheit.

Bei dem Flex-Modell würde ein Anlagenbetreiber entsprechend des aktuellen Marktpreises für seinen ins Netz eingespeisten Strom vergütet. Dies hätte den Vorteil, die Chance auf höhere Gewinne zu haben, aber auch das Risiko von Verlusten bei niedrigen Marktpreisen.

Das Fix-Modell hätte „langfristig und volkswirtschaftlich für beide Seiten nur Vorteile“, heisst es in der Medienmitteilung. Das habe der VESE durchgerechnet.

Mit dem Vorschlag für dieses Modell für mehr Wahlfreiheit geht auch die Forderung von VESE und SSES einher, eine zentrale Abnahmestelle für Solarstrom zu schaffen. Bisher vergüten die einzelnen Verteilnetzbetreiber den Solarstrom. ko

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