Zhen Xiao ist Geschäftsführer der Swiss Centers Group. Bild: swisscenters.org

Ende des Lockdowns in Schanghai gibt Schweizer Firmen Hoffnung

31. Mai 2022 12:29

Schanghai - Swiss Centers in China erwartet nach dem Ende des Lockdowns in Schanghai am 1. Juni Erleichterungen für die dort und in China operierenden Schweizer Firmen. Gleichzeitig soll ein massives Massnahmenprogramm die chinesische Wirtschaft ankurbeln.

Swiss Centers China, das grösste Cluster von Schweizer Unternehmen in Asien, sieht durch das Ende des Lockdowns in Schanghai am 1. Juni Licht am Ende des Tunnels. „Das bedeutet, dass es weniger Hürden für die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit geben wird“, so Zhen Xiao, Geschäftsführer der Swiss Centers Group, in einer Medienmitteilung. „Die Logistik wird herausfordernd bleiben, da es geringe Kapazitäten und lange Wartelisten an Häfen und beim Zoll gibt.“

Als ermutigend bewertet Swiss Centers China das unlängst verkündete Ankurbelungsprogramm für die chinesische Wirtschaft. Den Angaben zufolge sieht es unter anderem die Reduzierung mehrerer Steuern vor, aber auch Infrastrukturprojekte und die Verdoppelung der Kreditquote für KMU.

Das Geschäftemachen in Schanghai ist laut der Mitteilung nie schwieriger gewesen als in den vergangenen zwei Monaten. So musste etwa Schokoladenhersteller Läderach aus Ennenda GL verderbliche Ware im Wert von mehreren Millionen Renminbi abschreiben. 100 Mitarbeitende des Drehbearbeiters LX Precision schliefen im Werk. Kaffeemaschinenhersteller Jura erwartet für 2022 einen Geschäftsrückgang von 40 Prozent, will aber weiter in China investieren.

Insgesamt deckten sich die Schweizer Erfahrungen mit den Resultaten einer kürzlich durchgeführten Studie der europäischen Handelskammer in China: 60 Prozent der Befragten haben ihre Umsatzerwartungen für 2022 zurückgeschraubt. 78 Prozent halten China nun für einen weniger interessanten Markt für Investitionen. 23 Prozent ziehen in Betracht, ihre Investitionen in andere Märkte zu verlegen. mm

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