EMS-Gruppe verbucht Umsatzrückgang

06. April 2020 13:30

Domat/Ems GR - Die Coronavirus-Pandemie hat die Umsätze der EMS-Gruppe im ersten Quartal 2020 stark belastet. Mit frühzeitig ergriffenen Massnahmen konnte die Bündner Chemie-Holding die Auswirkungen auf die Profitabilität jedoch begrenzen.

Einer Mitteilung der EMS-Gruppe zufolge hat die auf Hochleistungspolymere und Spezialchemikalien ausgerichtete Chemie-Holding im ersten Quartal 2020 Nettoumsätze in Gesamthöhe von 496 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Rückgang um 17,8 Prozent. Das Unternehmen führt den Rückgang vor allem auf die im Zuge der Coronavirus-Pandemie angeordnete Schliessung vieler Wirtschaftszweige und insbesondere der Automobilindustrie in weiten Teilen der Welt zurück.

„Aufgrund des schon 2018 eingeleiteten Effizienzprogramms und der frühzeitig ergriffenen Massnahmen auf der Kostenseite“ habe die EMS-Gruppe jedoch „die negativen Auswirkungen auf die Profitabilität“ eingrenzen können, schreibt der Konzern. Derzeit wird an den internationalen Standorten der EMS-Gruppe in Kurzzeit gearbeitet oder Ferien und Gleitzeit bezogen.  Für das laufenden Jahr rechnet das Unternehmen damit, ein unter dem Vorjahreswert liegendes Betriebsergebnis (EBIT) verbuchen zu müssen.

Bereits Mitte Januar habe die Gruppe umfangreiche Schutzmassnahmen eingeführt, „um die eigenen Mitarbeiter vor einer COVID-19-Ansteckung zu schützen“, heisst es in der Mitteilung weiter. Die fünf in China befindlichen Produktionsstätten der Gruppe haben damit bereits am 10. Februar den Betrieb wieder aufnehmen können. Derzeit will der Konzern vor allem „Zusatzgeschäfte in den aktuellen medizinischen EMS-Anwendungen wie Corona-Test-Röhrchen, Analysegeräte, Schutzbrillen, Beatmungsmasken, Beatmungsgeräte und Desinfektionsfläschchen“ wahrnehmen. hs

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