EMS-Gruppe startet nach Einbrüchen stark ins neue Jahr

12. Februar 2021 14:44

Domat/Ems GR - Die EMS-Gruppe hat ihren Jahresabschluss 2020 vorgelegt und die Ausschüttung einer Dividende von 17 Franken pro Aktie angekündigt. Im Ausblick auf 2021 geht EMS von höherem Umsatz und einem höheren Betriebsergebnis aus.

Für EMS habe das Geschäftsjahr 2021 erfreulich begonnen, heisst es in der Medienmitteilung zum Jahresabschluss 2020. Die im ersten Halbjahr 2020 auf historische Tiefstwerte gesunkene Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern mit mehrwöchigen Schliessungen der weltweiten Autowerke habe sich im zweiten Halbjahr zusehends erholt. Die Zulieferungen an Autobauer machen einen wesentlichen Bestandteil des EMS-Umsatzes aus, weil viel Hersteller EMS-Polymere als leichtere Alternative zu Stahl und anderen Metallen verwenden. Die Auftragslage zu Jahresbeginn sei hoch.

Die EMS-Gruppe erzielte laut Jahresabschluss 2020 einen Nettoumsatz von 1802 Millionen Franken gegenüber 2153 Millionen im Vorjahr. Der Nettoumsatz war im ersten Quartal wegen der COVID-19-Krise abgesackt, erholte sich aber im dritten und übertraf im vierten Quartal den vom Vorjahresquartal. Die Betriebsergebnis-Marge (EBIT-Marge), die das operative Ergebnis durch den Jahresumsatz zeigt, habe die EMS-Gruppe halten können. Das erzielte Betriebsergebnis belief sich laut Mitteilung auf 515 Millionen Franken (2019: 624 Millionen), die EBIT-Marge erreichte 28,6 Prozent, nur knapp unter der des Vorjahres mit 29 Prozent.

Der Verwaltungsrat will der Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 17 Franken pro Aktie vorschlagen, von denen 13 Franken auf die ordentliche und 4 Franken auf eine ausserordentliche Dividende entfallen.

Im Ausblick auf 2021 geht EMS von einer Fortdauer der Ende Jahr schon begonnenen wirtschaftlichen Erholung aus. Grund ist zum einen die weltweit wieder anziehende Nachfrage nach den Produkten der Gruppe inklusive steigender Preise aufgrund von Lieferengpässen. Zum anderen machen sich nach Ansicht des Unternehmens die staatlichen Anschubprogramme und Stützmassnahmen bemerkbar. Diese stimulierten die weltweite Nachfrage. Eine Vorschau auf die Jahresentwicklung der Konjunktur sei allerdings auch vom Verlauf der Pandemie und der Reaktion der Politik darauf abhängig. Deshalb müsse mit vorübergehenden Instabilitäten auf den weltweiten Märkten gerechnet werden. gba 

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