Empa-Fasern zeigen Beschädigung an

06. Januar 2021 10:36

St.Gallen - Forschende von Empa und ETH Zürich haben eine Beschichtung für Fasern entwickelt, welche bei hoher Belastung oder Beschädigung die Farbe wechselt. So können beispielsweise Sicherungsseile der Feuerwehr rechtzeitig ausgetauscht werden.

Eine spezielle Beschichtung zeigt Beschädigungen und zu hohe Belastungen von Fasern an, wie aus einer Medienmitteilung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hervorgeht. Die Empa-Forscher haben diese Beschichtung gemeinsam mit Kollegen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt. Die Beschichtung führt zu einem Farbwechsel der Fasern, wenn eine Beschädigung oder zu starke Belastung vorliegt.

Diese Beschichtung kann beispielsweise für Sicherheitsseile der Feuerwehr oder Tragseile auf Baustellen verwendet werden. Dazu werden drei verschiedene Schichten genutzt. Als metallische Basisschicht wird Silber eingesetzt, darauf folgt eine Schicht aus Titan-Stickoxid zur Stabilisierung des Silbers und schliesslich eine 20 Nanometer dünne Schicht aus Germanium-Antimon-Tellurium (GST), welche den Farbwechsel ermöglicht. Dieser tritt ein, wenn die Faser hohen Temperaturen ausgesetzt war. Dies kann bei einem vorherigen Feuerwehreinsatz passieren – aber auch in Form von Belastung durch Reibung.

Nun wird Dirk Hegemann von der Empa-Abteilung Advances Fibers gemeinsam mit seinen Kollegen daran arbeiten, weitere Einsatzmöglichkeiten für die Beschichtung zu entwickeln. Und auch die Haltbarkeit soll verlängert werden. „Leider oxidieren die Phase-Change-Materialien im Verlauf von einigen Monaten“, wird Hegemann in der Mitteilung zitiert. „Sobald erste Partner aus der Industrie ihr Interesse für eigene Produkte anmelden, lassen sich die Fasern entsprechend ihren Bedürfnissen weiter optimieren.“ jh

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