Empa eröffnet neues Beschichtungszentrum

13. April 2016 10:09

Dübendorf ZH - Die Empa hat ihr neues Coating Cmpetence Center in Dübendorf ZH eröffnet. Es soll Oberflächentechnologien den Weg aus den Forschungslabors zur marktfähigen Industrieanwendung vereinfachen.

Im neuen Beschichtungszentrum der Eidgenössischen Materialforschungs- und Prüfungsanstalt (Empa) sollen Wissenschaftler und Ingenieure gemeinsam auf Pilotanlagen arbeiten, die industriellen Produktionsanlagen entsprechen. Dadurch sollen Prozesse und Abläufe durchgespielt und so weiterentwickelt werden, dass sie mit jenen in der grossindustriellen Serienproduktion übereinstimmen, erklärt die Empa in einer Mitteilung.

Das neu eröffnete Zentrum beherbergt diverse Beschichtungsanlagen für Hartstoffschichten, flexible Photovoltaik und organische Elektronik sowie 3D-Drucker für metallische Werkstoffe und Biokomposite. Der eine Drucker könne etwa Metallpulver zu Prototypen verarbeiten und dient der Entwicklung neuartiger Metall-Composite-Materialien. Der andere verarbeitet Emulsionen und Biomaterialien und wird beispielsweise für Versuche mit neuartigen Composite-Materialien aus Cellulosekristalliten in einer Polymermatrix eingesetzt.

Damit Unternehmen aus der Schweizer Maschinenbau-, Elektro- und Beschichtungsindustrie am Weltmarkt bestehen können, brauchen sie immer mehr massgeschneiderte Lösungen, erklärt die Empa. Dies gilt insbesondere für Beschichtungen. Das neue Zentrum soll den Unternehmen das Hochskalieren vom Labor- auf den Industriemassstab erleichtern und so einen Innovationsvorsprung im internationalen Wettbewerb sichern.

In den kommenden Monaten und Jahren soll das Beschichtungszentrum weiter ausgebaut und mit zusätzlichen Anlagen ausgestattet werden. Langfristig soll ein Center for Advanced Manufacturing entstehen, in dem die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie auf weitere Bereiche der Produktions- und Fertigungstechnologien ausgedehnt wird. ssp

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