Elektroschrott wird leichter

Einer Mitteilung von Swico zufolge hat die Schweizer Bevölkerung im vergangenen Jahr alte Elektro- und Elektronikgeräte im Gesamtgewicht von 129.000 Tonnen zur Entsorgung und Wiederverwertung abgegeben. Im Jahr zuvor hatte das Gesamtgewicht der gesammelten Geräte trotz geringerer Stückzahl noch 137.808 Tonnen betragen. Umgerechnet auf die Bevölkerung entfielen 2017 auf jeden Bewohner der Schweiz 15 Kilogramm Elektroschrott. Finanziert wird die Wiederverwertung durch den beim Kauf eines neuen Produkts anfallenden vorgezogenen Recyclingbeitrag (VBR).

Altgeräte aus Informatik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik machen 38 Prozent des Gesamtgewichts am Elektroschrott aus. Ihre Entsorgung und Wiederverwertung wird von Swico über das nationale Rücknahmesystem Swico Recycling organisiert. Im vergangenen Jahr fielen hier 48.525 Tonnen Elektroschrott an, dass sind 3,7 Prozent weniger als 2016. Der Verband der ICT-Anbieter führt dies in der Mitteilung auf den Technologiewechsel bei den Fernsehgeräten zurück. Hier werden mittlerweile vermehrt leichte Flachbildschirme abgegeben, während die früher verbreiteten Röhrenbildschirme kaum noch im Umlauf sind. 

Wiederverwertung und Entsorgung von Haushaltsgeräten und Leuchtmitteln obliegen der Stiftung SENS eRecycling. Sie nahm 2017 Elektro- und Elektronikgeräte im Gesamtgewicht von 80.000 Tonnen zurück. Dabei zeige die im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegene Menge entsorgter Photovoltaikanlagen, dass deren erste Generation nun „kontinuierlich abgebaut und durch moderne, effiziente Anlagen ersetzt“ werde, schreibt Swico in der Mitteilung. hs