EKZ stellt Netz für Limmattalbahn fertig

11. Dezember 2020 13:27

Zürich/Dietikon ZH - Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben das Verteilnetz für die Limmattalbahn fertiggestellt. Das Netz zwischen Schlieren und Dietikon wird verstärkt und ist demnächst einsatzbereit.

Das Verteilnetz zum Betrieb der Limmattalbahn ist laut einem Bericht auf der Internetseite der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich fertiggestellt. Die Jungfernfahrt soll in gut zwei Jahren erfolgen. Noch sind Gleise zu verlegen und Hunderte von Lampen anzuschliessen, heisst es in dem Bericht.

Die Verstärkung der Stromversorgung ist zum einen durch das starke Wachstum der Region Limmattal und zum weiteren durch die Limmattalbahn notwendig geworden. Die braucht zusätzliche Energie. Die EKZ verlegt deshalb entlang der Strecke überall zusätzliche Leitungen und Leerrohre für allfällige Kapazitätserweiterungen.

Derzeit läuft der zweite Bauabschnitt. „Wir sind sehr gut im Programm. Demnächst ist das Netz zwischen Schlieren und Dietikon verstärkt und einsatzbereit. Dann müssen nur noch die neuen Strombezüger, wie z.B. Haltestellen oder Verkehrsregelanlagen, entlang der Strecke schrittweise ans Netz“, wird Bauleiter Patrick Stiefel zitiert. Ein solcher Bezüger ist der Gleichrichter am Färberhüslitunnel in Schlieren, welcher die Limmattalbahn zukünftig mit Strom versorgen wird.

Laut Stiefel ist dies ein bemerkenswerter Teil der Strecke. Zwischen Badenerstrasse und Limmattalspital in Schlieren wurde kürzlich der einzige Tunnel der Limmattalstrecke fertiggestellt. Er wurde durch ein Wohngebiet zwischen grossen Hochhäusern hindurchgegraben. Auf der Seite des Limmattalspitals steht der Rohbau für den Gleichrichter. Der Transformator muss nun eingesetzt und am Netz angeschlossen werden. Alle Bauten sind im Boden versenkt und sollen später von einer Grünfläche überdeckt werden. 

Auch die neue Transformatorenstation in Dietikon wird künftig vom Verkehr überfahren werden. Dabei gibt es eine architektonische Besonderheit: „An der Tramstation wird man zukünftig dank der Abwärme, die durch ein Gitter hochsteigt, auf den Luftschächten in der Wärme sitzen“, wird EKZ-Projektleiter Stiefel zitiert. Ganz zum Schluss müssen von Schlieren bis Dietikon insgesamt 520 Anschlüsse der öffentlichen Beleuchtung in Betrieb genommen werden. gba 

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