Einkommensverteilung der Schweiz weist hohe Unterschiede auf

25. November 2016 12:18

Neuenburg - Ein Schweizer Privathaushalt hatte 2014 durchschnittlich knapp 7200 Franken im Monat zur Verfügung. Dabei verfügte das oberste Fünftel über viermal so viel Einkommen wie die untersten 20 Prozent. Haushalte im untersten Fünftel wiesen zudem eine negative Sparquote auf.

Den Erhebungen des Bundesamts für Statistik (BFS) zufolge betrug das durchschnittliche verfügbare Einkommen der Privathaushalte im Jahr 2014 in der Schweiz 7176 Franken. Auf das verfügbare Einkommen werden alle Bruttoeinkommen des Jahres inklusive Einmalbeträge wie der 13. Monatslohn, aber abzüglich der obligatorischen Ausgaben angerechnet. 

Die bereits abgezogenen obligatorischen Ausgaben, also Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämie und gegebenenfalls Transferausgaben an andere Haushalte machen im Schnitt 28,8 Prozent des Gesamteinkommens aus. 

Die Verteilung der Einkommen wies dabei grosse Unterschiede auf. Während das oberste Fünftel der Einpersonenhaushalte im Alter ab 65 über 8487 Franken verfügte, stand einem Einpersonenhaushalt der untersten 20 Prozent lediglich 1964 Franken zur Verfügung. 

Auch der durchschnittlich nach Abzug aller Konsumausgaben zum Sparen verfügbare Betrag war höchst unterschiedlich verteilt. Den einkommensstärksten 20 Prozent der Einpersonenhaushalte mit Menschen im erwerbsfähigen Alter unter 65 stand dafür ein Betrag von 2758 Franken zur Verfügung. Einpersonenhaushalte unter 65 im untersten Einkommensfünftel mussten dagegen durchschnittlich 736 Franken im Monat entsparen oder Schulden machen. 

Durchschnittlich knapp 54 Prozent des Einkommens wurden für Waren und Dienstleistungen ausgegeben. Den grössten Posten stellen dabei Wohnen und Energie mit 14,8 Prozent, für Nahrungsmittel wurden im Schnitt nur 6,4 Prozent aufgewendet. hs

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