Einfamilienhäuser verzeichnen Rekordpreise

13. Mai 2019 13:23

St.Gallen - Durch die Verknappung bezahlbaren Baulands werden in der Schweiz weniger Einfamilienhäuser gebaut. Deren Preise sind auf Rekordhoch gestiegen. Gleichzeitig wächst das Angebot an Eigentumswohnungen. Dies stellt Raiffeisen Schweiz in einer Studie fest.

In der vierteljährlich erstellten Studie „Immobilien Schweiz“ beleuchtet Raiffeisen Schweiz die Entwicklungen am Schweizer Immobilienmarkt. Einer Mitteilung zur aktuellen Studie zufolge ist das Angebot an Eigentumswohnungen auf ein Rekordhoch gestiegen. Im ersten Quartal dieses Jahres seien rund ein Viertel mehr Eigentumswohnungen zum Kauf ausgeschrieben worden als im Schnitt der letzten drei Jahre, schreiben die Analysten in der Mitteilung. Sie vermuten, dass potenzielle Käufer von Einfamilienhäusern aufgrund der gestiegenen Bodenpreise „vermehrt auf die preisgünstigeren Eigentumswohnungen“ ausweichen müssen.

Das Angebot an Einfamilienhäusern bleibe dagegen dünn, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Deren Preise hätten per Quartalsende dadurch „ein neues preisliches Allzeithoch“ erreicht. „Denn die Baugesuche für Einfamilienhäuser sind innert zwei Jahren mit einem Minus von 25 Prozent regelrecht weggebrochen“, erläutert Raiffeisen-Chefökonom Martin Neff dazu in der Mitteilung.

Beim Büromarkt machen die Analysten von Raiffeisen hingegen einen hohen Bestand an Leerflächen aus. In Genf, dem „teuersten Büromarkt der Schweiz“, werde derzeit „jeder zehnte Quadratmeter zur Vermietung angeboten“, heisst es in der Mitteilung. In Lausanne und Basel macht die Studie zwar derzeit noch tiefe Angebotsquoten aus. Eine schwache Beschäftigungsdynamik werde die Leerstände jedoch auch hier in die Höhe treiben, vermuten die Analysten. hs

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