Ein Fünftel der Arbeitnehmer fürchtet Entlassung

06. Mai 2020 12:35

Zürich - Eine aktuelle repräsentative Umfrage von Deloitte zeigt: Die Corona-Krise hat die Menschen mit voller Wucht getroffen. Knapp ein Fünftel der Arbeitnehmer hält eine Entlassung für wahrscheinlich. Bei etwa ebenso vielen Selbständigen ist der Umsatz auf null gefallen.

Wie Deloitte Schweiz in einer Medienmitteilung schreibt, träten die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft und die Menschen „immer drastischer“ zutage. Eine von dem Beratungsunternehmen Mitte April durchgeführte repräsentative Umfrage zeige, dass sowohl Angestellte als auch Arbeitssuchende und Selbständige „mit voller Wucht“ getroffen würden. 

Nun, da „immer mehr Licht ins Dunkel“ komme, werde deutlich, dass „das anfänglich verbreitete Szenario einer V-Rezession mit scharfem Wirtschaftseinbruch und schneller Erholung“ mittlerweile „kaum mehr realistisch“ scheine, sagt Deloitte-Chefökonom Michael Grampp. „Vielmehr müssen wir uns auf eine längere Erholungsphase gefasst machen, ehe wir das Vorkrisenniveau wieder erreichen."

Der Umfrage zufolge hat sich die Situation für 77 Prozent der Selbständigen negativ verändert. Fast ein Viertel von ihnen rechnet mit einem Konkurs. Bei 21 Prozent ist der Umsatz auf null gefallen. 18 Prozent mussten ihren Betrieb bereits schliessen. Knapp ein Fünftel der Angestellten hält es für wahrscheinlich, den Job zu verlieren, 7 Prozent gar für sehr wahrscheinlich.

Unternehmen sollten diese Befürchtungen ernst nehmen „und die konkreten Auswirkungen der Corona-Krise ihren Mitarbeitenden transparent kommunizieren“, so Reto Savoia, CEO von Deloitte Schweiz. „Entlassungen müssen, wo möglich, vermieden werden. Die Unternehmensleitungen sollten mit gutem Beispiel vorangehen und zuerst selbst den Gürtel enger schnallen. Das schafft Vertrauen und schweisst das Unternehmen zusammen.“ mm

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