Eigenheimpreise verzeichnen Rekordhöhe

07. Februar 2019 14:17

St.Gallen - Die Preise für Eigenheime sind in den letzten Jahren fortwährend gestiegen. Diese Dynamik wird sich parallel zum geringeren Wirtschaftswachstum abschwächen, vermutet Raiffeisen Schweiz. Ein Rückgang der Preise sei jedoch unwahrscheinlich.

In der vierteljährlich erstellten Studie „Immobilien Schweiz“ beleuchtet Raiffeisen Research die Entwicklungen am Schweizer Immobilienmarkt, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung. Der aktuellen Studie zufolge ist ein Ende des seit etwa einem Jahrzehnt anhaltenden Preiswachstums im Eigenheimmarkt derzeit nicht absehbar. Allerdings gehen die Analysten davon aus, dass sich die Wachstumsdynamik aufgrund „der etwas eingetrübten Wirtschaftsaussichten und einer geringeren Zuwanderung“ etwas abschwächt, heisst es in der Mitteilung. „Mit einem Preiszerfall ist aber auch nicht zu rechnen“, wird Raiffeisen-Chefökonom Martin Neff dort zitiert.

Den im Jahresvergleich stärksten Anstieg der Eigenheimpreise machten die Analysten 2018 in der Innerschweiz aus. Hier zogen die Preise im Mittel um 7,6 Prozent an. Ein starker Anstieg der Preise mit Raten zwischen 4,1 und 3,1 Prozent wurde auch in den Regionen Zürich, Ostschweiz, Bern und Südschweiz verzeichnet.

In der selben Mitteilung gehen die Analysten zudem auf die Diskussion um die Besteuerung des Eigenmietwerts ein. Ihrer Ansicht nach führt „die Eigenmietwertbesteuerung in der aktuellen Tiefzinsphase im Vergleich zu früher zu erhöhten Steuerrechnungen“. Zudem führten unterschiedliche Berechnungsgrundlagen in den einzelnen Kantonen und verzögerte Anpassungen der Steuerhöhe an die Marktpreise dazu, „dass die Steuerlast durch den Eigenmietwert einer im Grunde identischen Immobilie je nach Kanton variiert“. hs

Aktuelles im Firmenwiki