EFTA modernisiert Freihandelsabkommen mit Türkei

Das bestehende Freihandelsabkommen der vier EFTA-Staaten Liechtenstein, Schweiz, Norwegen und Island ist 1992 in Kraft getreten. Damit ist es das älteste noch gültige Freihandelsabkommen der Organisation mit Sitz in Genf. Nun ist es auch das erste, das umfassend modernisiert worden ist. Das bisherige Abkommen befreite alle Industriegüter von Einfuhrzöllen. Das modernisierte Abkommen enthält laut einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung unter anderem neue Bestimmungen zur Anerkennung von Konformitätsprüfungen, zu Ursprungsregeln, zum Schutz geistigen Eigentums und zum Handel mit Dienstleistungen. 

Das modernisierte Abkommen wurde am Montag am EFTA-Ministertreffen im isländischen Sauðárkrókur von Aurelia Frick, der liechtensteinischen Ministerin für Äusseres, Justiz und Kultur, vom türkischen Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi, sowie von den Wirtschaftsministerin der drei anderen EFTA-Länder unterschrieben.

Die Schweiz und die Türkei haben parallel zum Freihandelsabkommen auch das bilaterale Landwirtschaftsabkommen modernisiert. Beide Seiten räumen sich dabei einen besseren Zugang für bestimmte Agrarerzeugnisse ein. Das Abkommen gilt dank der Zollunion mit der Schweiz auch für Liechtenstein. stk