economiesuisse unterstützt China-Strategie des Bundes

10. Mai 2021 13:17

Zürich - Die Schweiz soll ihre Handelsbeziehungen mit China ausbauen und weiter auf Dialog setzen, fordert economiesuisse. Der Dachverband der Schweizer Wirtschaft stellt sich damit hinter die China-Strategie des Bundes. Er spricht sich auch für eine Erweiterung des Freihandelsabkommens aus.

Die Schweiz möchte ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu China ausbauen und Unternehmen einen besseren Zutritt zu chinesischen Märkten ermöglichen. Dies hat der Bundesrat in seiner im März veröffentlichten Strategie zum Umgang mit der Wirtschaftsgrossmacht beschlossen. Die Interessensvertretung der Schweizer Unternehmen, economiesuisse, unterstützt die bundesrätliche China-Strategie, wie sie ihn ihrem neuesten Dossier schreibt.

Den Ausbau der Beziehungen hält economiesuisse für zielführender, als mit Blockaden, Boykotten und anderen Sanktionierungen auf das zunehmend konfrontative Auftreten der chinesischen Regierung auf internationaler Bühne sowie ihre Menschenrechtsverletzungen zu reagieren. „Es wäre kontraproduktiv, den über Jahre aufgebauten Dialog abzubrechen“, heisst es in dem Dossier. Über den Dialog liessen sich Fortschritte eher erzielen.

Um glaubwürdig zu bleiben, müsse die Schweiz als traditionell neutrales Land China wie alle anderen Staaten behandeln. Ihre Werte sowie wichtige humanitäre und wirtschaftliche Anliegen könne sie im Dialog mit China „hartnäckig und konstruktiv“ vermitteln sowie in Zusammenschlüssen wie den Vereinten Nationen und der Welthandelsorganisation einbringen. Mit dem Sitz vieler internationaler Organisationen in Genf verfüge die Schweiz bereits über eine wichtige Dialogplattform, die gestärkt werden solle.

In dem Dossier spricht sich economiesuisse dafür aus, das Freihandelsabkommen zwischen beiden Ländern zu erweitern. Der Marktzugang für Schweizer Unternehmen müsse weiter verbessert werden, auch in Bezug auf Investitionen. Die Einführung von Investitionskontrollen lehnt der Dachverband der Schweizer Wirtschaft hingegen „als grundsätzlich problematisch ab“. ko

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