economiesuisse sieht Chancen in Aserbaidschan

Bundesrat Johann Schneider-Ammann ist im Rahmen einer Schweizer Wirtschaftsmission am Montag nach Aserbaidschan gereist. In einer Medienmitteilung zu diesem Ereignis hält der Wirtschaftsverband economiesuisse fest, dass sich das Land seit der Rezession 2015/16 gut erholt habe. Damals haben die gesunkenen Preise für Erdöl und Gas zu einem Konjunktureinbruch im Land geführt. Den Einbruch bekamen auch Schweizer Exporteure zu spüren.

Nun sieht economieussie aber wieder gute Chancen für Schweizer Exportunternehmen in Aserbaidschan. Das Land sei dabei, die starke Abhängigkeit von Öl- und Gasexporten durch Reformen zu reduzieren. Ausserdem werde die Wirtschaft durch die Ansiedlung von verarbeitenden Industrien und die Entwicklung des Tourismus diversifiziert. Auch durch Chinas One Belt one Road-Projekt dürfte das Land an Bedeutung gewinnen. Der mittlere Strang der transkontinentalen Route von China nach Europa wird nämlich durch das Kaspische Meer und Aserbaidschan führen.

Derzeit sind den Angaben von economiesuisse zufolge 71 Schweizer Unternehmen mit Produktionsstandorten oder Niederlassungen in Aserbaidschan präsent. „Gut möglich, dass weitere hinzukommen werden“, so der Verband. ssp