Economiesuisse setzt auf Schuldenabbau

07. Juli 2020 12:08

Zürich - Economiesuisse sieht in dem erneuten AAA-Kredit-Rating für die Schweiz eine Verpflichtung, die Staatsfinanzen zu konsolidieren. Nach Ansicht des Dachverbands der Schweizer Wirtschaft muss die höhere Verschuldung in der Krise wieder umgekehrt werden.

Die guten Kredit-Ratings aller grossen Rating-Agenturen für die Schweiz versteht economiesuisse als Auftrag, zu „solidem Finanzgebaren“ zurückzukehren. Zuletzt hatte Fitch am Freitag das AAA-Rating für das Land bestätigt, trotz eines hohen Staatsdefizits als Folge der Corona-Massnahmen.

In einem Artikel auf der Internetseite von economiesuisse formuliert das Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Finanzen & Steuern, Dr. Frank Marty, die Erwartung, „dass die Schweiz den Trend zu einer höheren Verschuldung nach der Krise wieder umkehrt“. Schliesslich nenne Fitch die starke und breite politische Unterstützung für ein verträgliches Schuldenniveau ebenso wie die Schuldenbremse als Gründe für seine erneute AAA-Bewertung.

Zwar habe die Pandemie Wirtschaft und Staatsfinanzen stark getroffen, schreibt Marty. Doch weise die Schweiz eine solide Ausgangslage und gute Institutionen auf. „Sie kann deshalb die wirtschaftliche Erholung unterstützen, ohne ihre Erfolgsfaktoren aufs Spiel zu setzen.“

Das Urteil von Fitch bestätigt nach Ansicht des Autors vor allem, „dass die Schweiz vieles richtig gemacht hat“. Bezüglich der innenpolitischen Diskussion, wie etwa mit den Corona-Schulden umzugehen sei, „kann die Aussensicht wie jene einer weltweit aufgestellten Rating-Agentur hilfreich sein“. Wer zu den besten Konditionen kreditwürdig ist, habe alle Türen offen, meint Marty. „Es ist im Interesse der Schweiz, dass es so bleibt.“ mm

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