Economiesuisse plädiert für Erhöhung des Rentenalters

05. August 2020 12:24

Zürich - Das Parlament beginnt in der kommenden Woche mit der Beratung der AHV-Reform. Der Wirtschaftsverband economisuisse sieht die Erhöhung des Rentenalters dabei als eine langfristige Lösung. Insgesamt brauche es einen „ausgewogenen Massnahmenmix“.

 

Die steigende Lebenserwartung und der demographische Wandel machen eine Reform der AHV nötig. Wenn nichts unternommen wird, dürfte der AHV-Fonds bis 2030 leer sein, schreibt economiesuisse in einer Medienmitteilung

Das Parlament wird am kommenden Montag mit der Beratung der AHV-Reform beginnen. Economiesuisse ist der Ansicht, dass die Vorlage, welche der Bundesrat zur finanziellen Sicherung der AHV vorgeschlagen hat, zu stark auf eine Zusatzfinanzierung der AHV über die Mehrwertsteuer ausgerichtet ist. Eine weitere einseitige Steuer- oder Abgabenerhöhung wäre eine zu grosse Belastung für Bevölkerung und Wirtschaft, meint der Verband. Dennoch lehnt er die Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht komplett ab. Sie dürfe aber nicht mehr als 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte betragen.

Aus der Vorlage befürwortet der Verband die Erhöhung des Rentenalters für Frauen auf 65 Jahre. Er würde dabei noch weiter gehen und verweist auf eine Initiative der Jungfreisinnigen, welche eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters für Frauen und Männer auf 66 Jahre vorschlägt. Dies sei eine längerfristige Lösung, mit der „das Rentenalter flexibel an die Lebenserwartung gekoppelt“ würde. Insgesamt brauche es einen „ausgewogenen Massnahmenmix“, so economiesuisse. ssp

 

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