Economiesuisse mahnt klare Regeln bei Energiemangel an

02. August 2022 12:23

Zürich - Betriebe brauchen laut economiesuisse angesichts einer möglichen Mangellage bei Strom und Erdgas klare Regeln für ihre bereits getroffenen Zielvereinbarungen zur Reduktion von CO2-Emissionen. Dafür nimmt der Dachverband der Schweizer Wirtschaft die Politik in die Pflicht.

Die Zielvereinbarungen Schweizer Betriebe zur Reduktion von CO2-Emissionen und zur Steigerung ihrer Energieeffizienz bedürfen nach Ansicht von economiesuisse neuer Regeln, die auf die drohende Kontingentierung von Strom und Erdgas eingehen. Hier bestehe seitens der Politik Handlungsbedarf, schreibt der Chefökonom des Dachverbands der Schweizer Wirtschaft, Rudolf Minsch, in einem Artikel. Wichtig sei insbesondere, dass diese zusätzlichen Regeln „ohne Sanktion der Mehremissionen bei einer Umstellung von Erdgas auf Heizöl“ auskommen.

Mit Unterstützung der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) hätten bis Ende 2021 insgesamt 4256 Unternehmen aus Gewerbe, Industrie und Dienstleistung 2451 solche Zielvereinbarungen getroffen. Das decke etwa die Hälfte des CO2-Ausstosses von Schweizer Industrie- und Dienstleistungsunternehmen ab. Durch verschiedene Massnahmen, die seit 2013 umgesetzt wurden, seien im Jahr 2021 etwa 4,17 Millionen Megawattstunden für Strom und Wärme eingespart worden. Das entspreche etwas mehr als dem jährlichen Bedarf des Kantons Basel-Stadt.

Angesichts einer drohenden Energiemangellage empfehle die EnAW den Betrieben, sich darauf vorzubereiten und noch nicht ausgeschöpfte Potenziale bei der Betriebsoptimierung rasch anzugehen. Die Agentur stehe für unterstützende Gespräche zur Verfügung. mm

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