Economiesuisse macht sich gegen SVP-Initiative stark

28. Januar 2020 14:38

Bern - Der Reformstau setzt die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz unter Druck, meint economiesuisse. Der Verband fordert eine rasche Lösung beim Rahmenabkommen und lehnt die Kündigungsinitiative sowie die Unternehmens-Verantwortungs-Initiative ab.

Laut economiesuisse steht die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz unter Druck. „Wollen wir Vorreiter bleiben – sei es in der Forschung, der nachhaltigen Entwicklung, beim Klimaschutz oder bei der Digitalisierung –, müssen wir zuallererst die Wettbewerbsfähigkeit wieder stärken“, erklärte economiesuisse-Präsident Heinz Karrer bei der Jahresmedienkonferenz des Wirtschaftsverbands in Bern.

In einer Medienmitteilung fordert economiesuisse unter anderem den Bundesrat auf, noch in diesem Jahr ein Rahmenabkommen mit der EU zu unterzeichnen. Der „Stillstand beim Rahmenabkommen“ führe nämlich zu grosser Unsicherheit bei Unternehmen und gefährde die Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsplatzes Schweiz. So seien bereits erste Stellenverlagerungen ins Ausland angekündigt worden. „Die Erosion des bilateralen Wegs hat begonnen“, so der Verband.

Die Kündigungsinitiative, über welche das Volk im Mai abstimmen wird, würde ein abruptes Ende des bilateralen Wegs bedeuten, warnt economiesuisse. Der Verband werde daher einen sehr engagierten Abstimmungskampf gegen diese Initiative führen. Ebenfalls klar abgelehnt wird die Unternehmens-Verantwortungs-Initiative (UVI). Economiesuisse plädiert hier für den Gegenvorschlag des Ständerats. Dieser gehe zwar auch sehr weit, verhindere aber einen „internationalen Alleingang“.

Für econmiesuisse sei ausserdem das Thema Klimapolitik sehr wichtig. Hier gelte es, die Ziele auf eine wirtschaftsfreundliche Art und Weise zu erreichen. Weiter stellt sich der Verband klar hinter die elektronische Identität (E-ID). Zudem fordert er einen raschen Ausbau der 5G-Technologie. ssp

Aktuelles im Firmenwiki