Economiesuisse kritisiert Verschärfung der Einschränkungen

14. Januar 2021 14:32

Zürich - Economiesuisse spricht sich gegen die vom Bundesrat beschlossene Pflicht zum Homeoffice und die Schliessungen im Detailhandel aus. Die Verlängerung der bereits geltenden Massnahmen und die Lockerung bei Entschädigungen für Härtefälle finden hingegen die Zustimmung des Wirtschaftsverbands.

Die vom Bundesrat beschlossenen Verschärfungen der Einschränkungen träfen die Wirtschaft hart, schreibt economiesuisse in einer Mitteilung. Konkret spricht sich der Wirtschaftsverband vor allem gegen die zusätzliche Schliessung der Läden im Detailhandel aus.

Der Grund für diese könne „nicht bei den Detailhändlern liegen, welche die Schutzkonzepte seit Monaten konsequent und erfolgreich anwenden“, schreibt economiesuisse. Vielmehr müsse es dem Bundesrat um eine allgemeine Reduktion des Risikos einer Ansteckung im öffentlichen Raum gehen. Der Bundesrat hatte die Verschärfungen mit den neuen Virenvarianten begründet, die sich deutlich leichter als die bisherigen Varianten verbreiten.

Darüber hinaus kritisiert der Wirtschaftsverband die vom Bundesrat eingeführte Pflicht zum Homeoffice. „Auch in diesem Bereich haben sich die betrieblichen Schutzkonzepte weitgehend bewährt“, argumentiert economiesuisse. Da zudem bereits viele Menschen zuhause arbeiteten, werde die Verpflichtung zum Homeoffice praktisch „keinen signifikanten Unterschied machen“.

Die Verlängerung der bereits geltenden Schliessungen von Restaurants, Kulturbetrieben, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen hält economiesuisse hingegen für gerechtfertigt. Auch die Verschärfung der Maskenpflicht und die Obergrenze von fünf Personen für private und öffentliche Treffen sind für den Wirtschaftsverband „nachvollziehbar“. Die Entscheidung des Bundesrats, die Voraussetzungen für den Bezug von Härtefallentschädigungen zu lockern, begrüsst economiesuisse als „folgerichtig“. hs

Mehr zu Wirtschaftspolitik

Aktuelles im Firmenwiki