Economiesuisse fordert mehr Mut von der Politik

30. Januar 2020 14:33

Zürich - Die Schweiz hat in den vergangenen Jahren an Wettbewerbsfähigkeit eingebüsst, meint economiesuisse. Der Wirtschaftsverband hat nun eine Liste mit Handlungsansätzen veröffentlicht, an der sich das neue Parlament seiner Ansicht nach orientieren müsste.

Die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen, meint economiesuisse. Der Wirtschaftsverband führt dies vor allem auf den Reformstau zurück. Die Politik habe wichtige Entscheide hinausgeschoben. Damit die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz wieder gestärkt werden kann, müsse die Politik ihre „Komfortzone verlassen“.

In seinem Kompass 2023 zeigt economiesuisse mehrere Bereiche auf, in denen die Schweiz im internationalen Vergleich zurückgefallen ist. Der neu veröffentlichte Bericht soll aber in erster Linie die wichtigsten Handlungsfelder für die Legislatur 2019 bis 2023 aus Sicht von economiesuisse aufzeigen.

Der Wirtschaftsverband plädiert unter anderem für die Wahrung der Unabhängigkeit der Nationalbank. In dieser Hinsicht sei etwa ein Staatsfonds abzulehnen. Vor „ähnlichen Angriffen“ sollte zudem auch der Föderalismus geschützt werden. Weiter fordert der Verband gezielte Investitionen in das Bildungssystem. Dies sei insbesondere vor dem Hintergrund der älter werdenden Gesellschaft sowie der Digitalisierung von grosser Bedeutung. Hervorgehoben wird auch die wichtige Bedeutung der stabilen Verhältnisse zur EU. Es brauche den Mut, die erreichten Kompromisse anzuerkennen und das institutionelle Abkommen mit der EU abzuschliesssen. Auch das nachhaltige Wirtschaften und die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils seien wichtig. Allerdings wirbt der Verband hier für einen Ansatz, der für unternehmerische Lösungen genug Freiraum lässt. Ein Verzicht auf fossile Energieträger bis 2050 würde dem Verband grosse Wohlstandsrisiken bergen. ssp

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