Economiesuisse erwartet langsamen Aufschwung

09. Juni 2020 14:19

Zürich - Nach einem Rückgang um 5,4 Prozent in diesem werde sich die Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr zum Teil rasch erholen, prognostiziert economiesuisse. Zur wirtschaftlichen Normalität werde die Schweiz jedoch erst 2022 zurückkehren.

„Die Schweiz steckt in der tiefsten Rezession seit Jahrzehnten“, postuliert economiesuisse in einer Mitteilung. Dabei seien beim aktuellen Wirtschaftseinbruch sowohl der Binnenmarkt als auch die Exportwirtschaft betroffen. Insgesamt rechnet der Wirtschaftsverband in diesem Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 5,4 Prozent.

Den während des Lockdowns geschlossenen Branchen wie Gastronomie, Detailhandel und persönliche Dienstleistungen sagt economiesuisse im kommenden Jahr eine rasche Erholung voraus. Nach diesem Teilerfolg fehlten jedoch „Impulse, die eine Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität ermöglichen“, schreibt der Wirtschaftsverband.

Als Bremsfaktoren werden in der Mitteilung behördliche Einschränkungen, Unsicherheit über die weitere Entwicklung und der Anstieg der Arbeitslosigkeit genannt. Von diesen Faktoren seien besonders Unternehmen im Bereich hochwertige Konsumgüter und Investitionsgüter betroffen, erläutert economiesuisse weiter. Bei der Exportwirtschaft hätten einzig die chemisch-pharmazeutische Industrie und die Medizinaltechnikbranche Umsatzverluste in einzelnen Produktgruppen durch Wachstum in anderen kompensieren können.

Für das kommende Jahr sagt der Wirtschaftsverband der Wirtschaft ein Wachstum um 4,1 Prozent voraus. „Das Wirtschaftsniveau vor der Krise dürfte die Schweiz damit erst 2022 erreichen“, prognostiziert economiesuisse. hs

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