Eawag-Labor genügt höchsten Umweltansprüchen

Die Schweiz hat ihre erste mit dem Minergie P-Eco-Zertifikat ausgezeichnete Laborbaute. Wie das Wasserforschungsinstitut Eawag in einer Medienmitteilung bekannt gibt, hat ihr Neubau namens Aquatikum auf dem Gelände der Eawag in Dübendorf den Zertifizierungsprozess für den anspruchsvollen Nachhaltigkeitsstandard durchlaufen. Dies sei „nicht immer ganz reibungslos“ verlaufen, wird Rainer Bendel, Vertreter des Generalplaners Helbling, in der Mitteilung zitiert. So musste das Aquatikum beispielsweise als „Schulbau“ eingestuft werden, da Laborbauten unter den zwölf Gebäudekategorien des Minergie P-Eco Labels noch nicht erfasst werden.

Für die Vergabe des Labels ist nicht nur der möglichst geringe und nachhaltige Einsatz von Energie Voraussetzung. Zusätzlich dürfen nur umweltschonende und gesundheitsgerechte Materialien und Bauverfahren eingesetzt werden. Beim Aquatikum wurde beispielsweise auf Montageschaum und andere Materialien verzichtet, die Formaldehyd ausdünsten können. Für  Andreas Müller war das Projekt zukunftsweisend. Er werde versuchen, „nur noch nach diesen Standards zu bauen“, erklärt der Architekt der Neubaus in der Mitteilung. Und auch der stellvertretende Direktor der Eawag, Rik Eggen, sieht sich mit der Verleihung des Umweltlabels auf dem richtigen Weg: „Das Zertifikat ist für uns die Bestätigung, dass wir unsere Vorbildrolle als Umweltforschungsinstitut ernst nehmen.“ hs